Soziales

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DGB Sachsen weist Forderung nach Feiertagsstreichung entschieden zurück

Die sächsische DGB-Vorsitzende Daniela Kolbe kritisiert scharf Vorschläge zur Streichung von Feiertagen zwecks Wirtschaftsbelebung. Sie bezeichnet diese als zynisch angesichts der hohen Belastung von Arbeitnehmern und betont die Bedeutung von Ruhetagen für Erholung, Familie und demokratische Beteiligung. Kolbe fordert stattdessen Fokus auf faire Bezahlung und gute Arbeitsbedingungen.

Der Zehlendorfer Plaudertresen: Wo ein offenes Wort neue Lebenskraft spendet

Im Zehlendorfer "Lichthaus" bietet der Plaudertresen montags und donnerstags einen wichtigen Treffpunkt gegen Einsamkeit. Das vom Bürger für Zehlendorf e.V. initiierte Projekt ermöglicht Menschen wie Heidi Brückner und Anja Guse, neue Kontakte zu knüpfen und Lebensfreude zu finden. Ehrenamtliche Helfer sorgen für eine offene Atmosphäre, während der Plaudertresen auch über weitere lokale Angebote informiert. Das vom Bezirksamt bezuschusste Projekt kämpft erfolgreich gegen die wachsende Problematik der Isolation, insbesondere im Alter.

Regensburgs erster Armuts- und Teilhabebericht: Soziale Ungleichheit trotz Wohlstand

Regensburg hat erstmals einen umfassenden Armuts- und Teilhabebericht erhalten. Die Studie der OTH Regensburg zeigt, dass trotz wirtschaftlicher Stärke 14% der Bevölkerung armutsgefährdet sind und 7% von Armut betroffen sind. Der Bericht identifiziert Risikogruppen wie kinderreiche Familien, Alleinerziehende, Menschen mit Migrationshintergrund und Senioren. Er dient als Grundlage für neue soziale Maßnahmen, darunter die mögliche Ausweitung des Regensburg-Passes, um die Teilhabe zu fördern und die Lebensbedingungen in der Stadt zu verbessern.

Jobcenter finanziert Privatfahrten: Bürgergeld-Empfänger nutzen Taxidienste auf Kosten der Allgemeinheit

Das ZDF-Magazin „frontal“ enthüllte, dass Jobcenter private Fahrdienste für Bürgergeld-Empfänger finanzieren. Ein 58-Jähriger aus Bitterfeld-Wolfen nutzt Fahrten für Familienbesuche in Berlin (ca. 80 Euro pro Fahrt), eine Leipzigerin für Arzttermine (ca. 120 Euro). Innerhalb von sieben Monaten entstanden für eine Person Kosten von 1.400 Euro. Die Jobcenter begründen die Ausgaben mit medizinischer Notwendigkeit und der Unzumutbarkeit öffentlicher Verkehrsmittel. Die Praxis, bei der Fahrten über Apps gebucht und vom Steuerzahler bezahlt werden, sorgt für eine breite Debatte über die Angemessenheit und Kontrolle der Bürgergeld-Ausgaben.

Kindheit in Armut: „Mitleid empfinde ich als das Schlimmste“

Julia Pöhn schildert ihre Kindheit in Armut, geprägt von Scham und dem Kampf ums Überleben. Heute eine erfolgreiche Unternehmerin, betont sie, dass Mitleid die schlimmste Reaktion auf Armut sei. Armutsforscher Martin Schenk ergänzt, dass Armut ein Trauma darstellt, das tiefe psychische und generationsübergreifende Spuren hinterlässt und strukturelle Lösungen erfordert.

Berlins Geflüchtete: Eine Analyse der Wohnsituation und die Konzentration in den Randbezirken

Berlin beherbergt aktuell etwa 177.000 Geflüchtete. Eine Analyse zeigt, dass diese überwiegend in den Außenbezirken wie Spandau, Marzahn-Hellersdorf und Lichtenberg leben, wo mehr geeigneter Wohnraum verfügbar ist. Diese Verteilung stellt die Verwaltung vor Herausforderungen bei Integration und Infrastruktur, während man sich um eine ausgewogenere Verteilung und nachhaltige Eingliederung bemüht.