Daniela Kolbe, die Landesvorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) in Sachsen, hat sich vehement gegen Vorschläge positioniert, die darauf abzielen, gesetzliche Feiertage zur Ankurbelung der Wirtschaft abzuschaffen. Sie bezeichnete derartige Überlegungen laut einer DGB-Mitteilung vom Montag als "unsinnig" und "zynisch", besonders angesichts der erheblichen Belastungen, denen Arbeitnehmer aktuell ausgesetzt sind. Kolbe betonte, dass die schwächelnde Wirtschaft nicht auf einen Mangel an Arbeitszeit zurückzuführen sei. Vielmehr stünden die Beschäftigten im Freistaat bereits unter erheblichem Druck, würden lange Arbeitszeiten leisten und oft Überstunden anhäufen. Kolbe hob hervor, dass "Feiertage entscheidende Ruhetage sind, die zur Erholung und für die Familie dringend erforderlich sind." Zudem hätten Feiertage wie der 1. Mai eine bedeutende Funktion für die demokratische Mitwirkung und Meinungsäußerung, beispielsweise durch Demonstrationen und Kundgebungen. Anstatt über die Abschaffung von Feiertagen zu diskutieren, forderte Kolbe, dass Politik und Unternehmen sich verstärkt mit fairer Entlohnung, menschenwürdigen Arbeitsbedingungen und der Stärkung der Sozialpartnerschaft auseinandersetzen sollten. "Gerade in wirtschaftlich angespannten Zeiten benötigen die Menschen Stabilität und Verlässlichkeit, nicht zusätzlichen Druck", so ihre Aussage. Laut der DGB-Vorsitzenden wären kurzfristige ökonomische Vorteile durch die Reduzierung von Feiertagen im Vergleich zu den massiven negativen Auswirkungen auf die Beschäftigten vernachlässigbar. Der DGB beabsichtige, den 1. Mai weiterhin als Tag der Arbeit und der Demokratie aktiv zu prägen und zu zelebrieren.