Viele Thüringer Städte beteiligen sich am Samstagabend an der globalen „Earth Hour“ des WWF, indem sie die Beleuchtung ihrer Wahrzeichen ausschalten, um ein starkes Zeichen für mehr Klimaschutz und gegen die Klimakrise zu setzen.
Die Bundesregierung hat ein umfassendes Klimaschutzprogramm verabschiedet, um die Reduktion von Treibhausgasemissionen um 65 Prozent bis 2030 zu erreichen. Mit Investitionen von bis zu 280 Milliarden Euro werden Maßnahmen in den Sektoren Verkehr, Gebäude, Industrie und Energie umgesetzt, die eine zusätzliche CO2-Einsparung von 200 Millionen Tonnen bewirken sollen. Das Paket, das nun den parlamentarischen Prozess durchläuft, traf auf gemischte Reaktionen.
Die aktuelle Auseinandersetzung innerhalb der Bundesregierung um das Klimaschutzprogramm wird oft kritisch gesehen. Doch gerade dieser offene Streit zwischen den Koalitionspartnern über die besten Wege zum Klimaschutz könnte eine Stärke sein, die zu robusteren, breit akzeptierten und effektiveren Lösungen führt.
Eine neue Studie des PIK warnt vor weitreichenden und drastischen Folgen selbst bei einer globalen Erwärmung von 'nur' zwei Grad Celsius. Die Untersuchung prognostiziert vermehrte Extremwetterereignisse, Meeresspiegelanstieg, wirtschaftliche Verluste und massive Schäden an Ökosystemen weltweit, insbesondere in gefährdeten Regionen. Die Forschenden betonen die Dringlichkeit sofortiger Klimaschutzmaßnahmen.
Die Bundesregierung steht unter Druck, ihre Klimaziele für 2030 zu erreichen. Staatsminister Carsten Schneider äußert starke Bedenken bezüglich der aktuellen Maßnahmen, insbesondere in den Sektoren Verkehr und Gebäude, und fordert dringende Nachbesserungen, um die gesetzlichen Vorgaben noch erfüllen zu können.
Das Jahr 2023 war das heißeste seit Beginn der Aufzeichnungen, was auf eine alarmierende Beschleunigung der globalen Erwärmung hindeutet. Wissenschaftler sind besorgt über die Geschwindigkeit dieses Anstiegs, der hauptsächlich durch menschliche Treibhausgasemissionen und das Energieungleichgewicht der Erde verursacht wird. Die Auswirkungen reichen von extremen Wetterereignissen bis zur Bedrohung der Ökosysteme, was sofortiges Handeln zur Emissionsreduzierung erfordert.
Deutschland, einst für seine reichen Wasservorräte bekannt, sieht sich zunehmend mit Trockenheit konfrontiert. Der Klimawandel verändert den Wasserhaushalt grundlegend, beeinträchtigt Landwirtschaft, Wälder und die lebenswichtigen Grundwasserstände. Ein umfassendes Umdenken und angepasste Strategien sind dringend notwendig, um die Wasserversorgung langfristig zu sichern.
Die letzten deutschen Alpengletscher schwinden in alarmierendem Tempo und könnten bereits in den frühen 2030er-Jahren vollständig verschwunden sein. Diese Rekordschmelze ist eine direkte Folge der Klimakrise und übertrifft frühere Prognosen deutlich.
Ein von Prof. Dr. Lars Schweitzer initiierter Appell für ambitionierteren Klimaschutz stößt auf Kritik von Dr. Annette Schnieder vom VDI, die wirtschaftliche Risiken befürchtet. Während der Appell schnellere und schärfere Maßnahmen fordert, plädiert Schnieder für eine schrittweise Transformation.
Die Klimaaktivisten von Fridays for Future appellieren an den neuen Agrarminister Cem Özdemir, den Klimaschutz in seinem Ministerium und der gesamten Bundesregierung zur obersten Priorität zu erklären. Sie fordern eine signifikante Verschärfung der deutschen Klimaziele, um das 1,5-Grad-Limit einzuhalten, und sehen in Özdemirs Ressort eine Schlüsselrolle aufgrund des Beitrags der Landwirtschaft zu den Treibhausgasemissionen. Dabei geht es auch um die Reduktion von Tierzahlen und die Förderung pflanzlicher Ernährung.