Die Jugendklimabewegung Fridays for Future hat sich an den neu bestellten Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, Cem Özdemir, gewandt. Sie fordern ihn auf, den Klimaschutz als seine vordringlichste Aufgabe zu behandeln und sich dafür einzusetzen, dass Deutschland seine nationalen Klimaschutzziele maßgeblich anhebt. Luisa Neubauer, eine führende Aktivistin der Bewegung, betonte: "Die Einhaltung der 1,5-Grad-Grenze muss in sämtlichen Politikbereichen zum leitenden Prinzip der neuen Bundesregierung werden." Sie kritisierte, dass die vorherige Administration es versäumt habe, Deutschland auf einen zielführenden Kurs zu bringen. "Diese Situation muss sich umgehend in sämtlichen Ressorts und im Kanzleramt wandeln", mahnte Neubauer. Besonders Özdemirs Ressort spiele eine "entscheidende Rolle", da der Agrarsektor einen erheblichen Anteil der deutschen Treibhausgasemissionen verursacht. Von Özdemir wird erwartet, dass er den Klimaschutz "auch vehement gegen Lobbyinteressen" in seinem Verantwortungsbereich durchsetzt und sich "im Kreis des Kabinetts für einen weitaus ambitionierteren Klimaschutz starkmacht", wurde ferner dargelegt. Dies beinhalte auch die Notwendigkeit, "dass die Bundesregierung sich aktiv für eine signifikante Verringerung des Tierbestandes in der Landwirtschaft einsetzt und zugleich pflanzliche Ernährungsweisen verstärkt unterstützt und propagiert". Während die Ampel-Koalition angekündigt hat, "mehr Klimaschutz mit reduziertem bürokratischem Aufwand" zu realisieren, betont Fridays for Future nachdrücklich die akute Dringlichkeit der Lage und fordert konkrete und messbare Handlungen.