Bundeskanzler Olaf Scholz besuchte Peking, begleitet von einer Wirtschaftsdelegation. Die Reise wurde kritisch beäugt, da sie im Spannungsfeld zwischen wirtschaftlichen Interessen, geopolitischen Realitäten und Menschenrechtsfragen stattfand. Während offiziell die Stabilisierung der Beziehungen und der Dialog über globale Herausforderungen im Vordergrund standen, wurden Bedenken hinsichtlich Deutschlands Abhängigkeit von China und der Vernachlässigung von Menschenrechten laut. Die Reise setzte Impulse für die laufende Diskussion um eine neue deutsche Chinastrategie.
Wolfgang Lieb kritisiert die aktuelle deutsche Außenpolitik als angstgetrieben und US-zentriert, was den nationalen Interessen zuwiderlaufe und zur wirtschaftlichen Schwächung führe. Er fordert eine Rückkehr zur Entspannungspolitik, Kooperation mit Russland und China sowie eine stärkere Orientierung an Friedenssicherung und eigenen Wirtschaftsinteressen.
Hubert Védrine, ehemaliger französischer Außenminister unter Lionel Jospin und prägende Figur der Mitterrand-Ära, feiert seinen 75. Geburtstag. Bekannt für seine präzisen Analysen und realistischen Ansichten zur Weltlage, prägte er die französische Außenpolitik maßgeblich und bleibt auch heute noch eine wichtige intellektuelle Stimme.
Eine internationale Solidaritätsbewegung hat Tonnen von Hilfsgütern wie Medikamenten und Lebensmitteln nach Kuba gebracht. Die Aktion dient der Unterstützung der notleidenden Bevölkerung und wird als Protest gegen das US-Embargo verstanden, das Kuba wirtschaftlich isoliert. Die Aktivisten planen, ihre Bemühungen trotz politischer und logistischer Herausforderungen fortzusetzen.