Anlässlich der Osterfeiertage übermittelten die führenden Geistlichen Münchens, Kardinal Reinhard Marx und Regionalbischof Christian Kopp, Botschaften, die sich vorrangig um die Themen Hoffnung und Frieden drehten, stets im Kontext globaler Krisen und gesellschaftlicher Herausforderungen. In seiner Predigt im Münchner Liebfrauendom hob Kardinal Marx hervor, dass das Gute letztendlich über das Böse siegt. Die Auferstehung Jesu diene hierbei als mächtiges Zeichen für den finalen Sieg des Lebens. Er warnte zudem vor 'Macht um der Macht willen' und einer 'bedingungslosen Gehorsamsforderung', während er eine spürbare Vertrauenskrise in wesentliche Institutionen wie Kirche, Staat und Justiz beklagte. Marx plädierte eindringlich für eine 'demokratische und freie Gesellschaft', in der es entscheidend sei, Menschenwürde und Menschenrechte zu verteidigen. Er unterstrich, dass ein Missbrauch von Macht stets eine Verletzung der Würde darstellt. Parallel dazu forderte Regionalbischof Christian Kopp in seiner Osteransprache in der Matthäuskirche dazu auf, sich nicht von Angst beherrschen zu lassen. Er betonte die Bedeutung von Solidarität und Mitgefühl und hob hervor, dass Ostern die Botschaft vermittle, dass das Leben obsiegt, besonders für jene, die leiden. Kopp zog eine direkte Verbindung zu den aktuellen weltweiten Konflikten in der Ukraine und im Gazastreifen und sprach sich für ein Ende des Leidens und für den Frieden aus. Beide Geistlichen nutzten die Osterzeit, um angesichts globaler Krisen und Konflikte kraftvolle Botschaften der Zuversicht und des sozialen Zusammenhalts zu übermitteln, verbunden mit einer klaren Kritik an der Ausübung von Macht zum Selbstzweck.