Der amerikanische Automobilkonzern Ford initiiert eine europaweite Rückrufaktion, die insgesamt 74.000 Fahrzeuge betrifft. Gemäß Berichten von 'Auto Motor und Sport' ist der Grund für diese umfangreiche Maßnahme ein potenzielles Brandrisiko bei ausgewählten Modellen. Konkret sind davon Kuga- und Focus-Modelle betroffen, die zwischen 2014 und 2018 hergestellt wurden und einen 1,0-Liter-EcoBoost-Motor besitzen. Die Gefahr geht von den sogenannten Ölbadzahnriemen aus. Unter bestimmten Umständen können diese Komponenten reißen, was zu einer Überhitzung des Motors führen kann. Im schlimmsten Fall kann diese Situation einen Brand auslösen. Beschädigungen an den Zahnriemen können durch unregelmäßige oder fehlerhafte Wartung entstehen, beispielsweise wenn nicht das korrekte Öl verwendet wird. Dies führt dazu, dass sich im Kurbelgehäuse aufbauender Druck nicht ordnungsgemäß abbauen lässt. Sollten die Zahnriemen schließlich reißen, kann Motoröl in den Motorraum gelangen, wo es sich entzünden könnte. Zur effektiven Beseitigung der Brandgefahr wird in den Werkstätten ein spezieller Sensor für den Öldruck installiert. Dieser Sensor ist darauf ausgelegt, frühzeitig vor einer kritischen Situation zu warnen und den Motor bei Bedarf automatisch abzuschalten. Die betroffenen Fahrzeughalter werden direkt von Ford kontaktiert und über die notwendigen Schritte aufgeklärt. Bis zur Durchführung der Reparatur wird den Fahrern der betroffenen Fahrzeuge dringend empfohlen, bei Aufleuchten der Motorleuchte sofort anzuhalten und den Motor abzustellen.