Der Sportwagenhersteller Porsche, ein Tochterunternehmen des Volkswagen-Konzerns, hat seine 24-prozentige Beteiligung am prestigeträchtigen französischen Luxusautomobilhersteller Bugatti an ein neu gebildetes kroatisches Konsortium verkauft. Dieser strategische Schritt ebnet den Weg für die Gründung eines Joint Ventures mit dem Namen Bugatti Rimac, das die Zukunft der ikonischen Marke sichern und ihre Transformation in das Zeitalter der Elektromobilität vorantreiben soll. Das neu gegründete Gemeinschaftsunternehmen, Bugatti Rimac, ist strukturell so aufgestellt, dass die kroatische Rimac Group 55 Prozent der Anteile hält, während die Porsche AG eine signifikante Minderheitsbeteiligung von 45 Prozent besitzt. Die Führung des Joint Ventures übernimmt Mate Rimac, der Gründer des gleichnamigen Technologie- und Hypersportwagenunternehmens. Sein visionärer Ansatz und die Expertise von Rimac in der Entwicklung von Elektrofahrzeugen sollen Bugatti neue Impulse verleihen. Für die Marke Bugatti bedeutet dies, dass sie ihren traditionellen Standort in Molsheim, Frankreich, beibehalten und dort weiterhin die begehrten Hypersportwagen produzieren wird. Zunächst werden die Modelle weiterhin mit Verbrennungsmotoren ausgestattet sein, doch der Fokus liegt klar auf der zukünftigen Integration von Elektroantrieben, die auf der hochentwickelten Technologie von Rimac basieren. Die Rimac Group wird ihr Hauptquartier in Kroatien haben und dort die technologische Entwicklung vorantreiben. Porsche sieht in diesem Deal eine Stärkung seiner eigenen Position im Bereich der Elektromobilität und eine Möglichkeit, Synergien zu nutzen. Durch die Partnerschaft mit Rimac kann Porsche seine Präsenz im wachsenden Markt der elektrischen Hochleistungsfahrzeuge ausbauen und gleichzeitig zur Sicherung einer der exklusivsten Automobilmarken der Welt beitragen. Der Volkswagen-Konzern, zu dem sowohl Porsche als auch Bugatti gehören, hatte bereits seit einiger Zeit über die zukünftige Ausrichtung von Bugatti nachgedacht, insbesondere im Kontext der zunehmenden Elektrifizierung des gesamten Portfolios. Dieser Deal wird voraussichtlich im vierten Quartal des Jahres wirksam werden und eine neue Ära für Bugatti einläuten.