Am diesjährigen 1. Mai versammelten sich in Hamburg insgesamt etwa 10.000 Menschen, um an den unterschiedlichen Demonstrationen teilzunehmen, die von linken Bündnissen und Organisationen ins Leben gerufen wurden. Die bedeutendste dieser Veranstaltungen war die als "Revolutionäre 1. Mai Demonstration" bezeichnete Kundgebung. Hieran beteiligten sich ungefähr 5.000 Personen, die vom Bezirk Altona-Nord aus in Richtung St. Pauli zogen. Während dieses Marsches kam es zu vereinzelten Vorkommnissen. Die Polizeikräfte berichteten von "sporadisch gezündeter Pyrotechnik und wenigen kleineren Konfrontationen". Am Ende der Demonstration wurden von der Polizei präventiv Wasserwerfer postiert, die jedoch zu keinem Zeitpunkt aktiv gegen die Demonstrierenden eingesetzt wurden. Die Botschaften auf den mitgeführten Transparenten richteten sich vornehmlich gegen kapitalistische Strukturen und kriegerische Konflikte. Bereits vor dieser Demonstration hatte der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) eine eigene Versammlung abgehalten. Hierfür fanden sich rund 4.000 Teilnehmer ein. Redner, darunter Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD), forderten dort energisch höhere Löhne und mehr soziale Gerechtigkeit für die Bevölkerung. Zudem gab es eine kleinere Aktion der Gruppe "Rise Up 4 Climate Justice", an der sich rund 150 Personen beteiligten. Die Hamburger Polizei zog ein positives Fazit des Feiertags und schätzte die Gesamtlage als weitestgehend ruhig ein, mit nur geringfügigen Störungen des öffentlichen Friedens.