Derrick Köhn, der aktuell von Union Berlin an Hannover 96 verliehen ist, könnte demnächst im Fokus der Öffentlichkeit stehen, insbesondere im Hinblick auf Ghana. Der Linksverteidiger verfolgt das Ziel, im November an der Fußball-Weltmeisterschaft in Katar teilzunehmen. Gegenüber der „Bild“ erklärte Köhn, dass „Ghana etwas ganz Besonderes wäre. Sollte sich das Team qualifizieren, wäre ich ohne Zögern dabei.“ Der in Hamburg geborene 23-Jährige besitzt ghanaische Wurzeln und erwägt einen Nationenwechsel. Er äußerte sich zudem über Joachim Löw, den früheren Bundestrainer: „Falls Jogi Löw dort die Position des Nationaltrainers übernehmen sollte, wäre das eine Ehre. Ich halte das für eine vielversprechende Kombination.“ Seine fußballerische Laufbahn begann Köhn in den Nachwuchsmannschaften des Hamburger SV und des FC Bayern München. Bei Union Berlin kam er in der laufenden Spielzeit lediglich in der Conference League zum Einsatz. Im Winter wechselte er leihweise zu Hannover 96, wo er sich umgehend als feste Größe durchsetzte. Köhn hob hervor: „Für mich ist es essenziell, möglichst viel Spielpraxis zu sammeln. Das trägt maßgeblich dazu bei, meine Chancen auf eine Berufung in Ghanas Nationalteam zu erhöhen.“ Unter der Leitung des früheren Bundesliga-Profis Otto Addo hat Ghana die Qualifikation zur Weltmeisterschaft erfolgreich gemeistert. Die „Black Stars“ konnten sich in den afrikanischen Play-offs gegen Nigeria durchsetzen. Köhn und Addo sind bereits aus ihrer gemeinsamen Zeit beim Hamburger SV miteinander bekannt. „Er ist sich meiner Fähigkeiten bewusst“, so Köhn. „Nun ist es an mir, überzeugende Leistungen zu erbringen.“ In den verbleibenden acht Spielen bis zum Saisonende bei Hannover hat Köhn die Möglichkeit, sich für eine WM-Nominierung zu empfehlen. „Ich möchte überzeugen und werde dafür mein Bestes geben“, versicherte er. Sein Vorhaben ist eindeutig: Derrick Köhn strebt die Teilnahme an der WM in Katar im kommenden Winter an.