Wirtschaftliche Sorgen dämpfen Weihnachtsstimmung und Konsumverhalten in Österreich
Eine aktuelle Erhebung von Deloitte offenbart, dass die österreichische Bevölkerung ihre Weihnachtseinkäufe dieses Jahr von einer gedämpften Stimmung begleitet sieht, was auf die aktuellen ökonomischen Verhältnisse zurückzuführen ist. Steigende Teuerungsraten und erhöhte Ausgaben für den Lebensunterhalt belasten die Haushaltskassen der Privatpersonen und beeinflussen somit auch die festliche Erwartungshaltung, wie im Zuge der Vorstellung der „Weihnachtsstudie 2023“ am Dienstag verdeutlicht wurde.
Das im Schnitt eingeplante Budget für Weihnachtseinkäufe beläuft sich auf 406 Euro, womit es geringfügig unter den 412 Euro des Vorjahres angesiedelt ist. Ein beträchtlicher Teil der Befragten (57 Prozent) äußert die Absicht, weniger Geld als im Vorjahr auszugeben; das Bedürfnis nach Haushaltsführung und Sparen ist ausgeprägt (46 Prozent). Die Besorgnis über die individuelle finanzielle Lage (73 Prozent) und die Inflation (85 Prozent) ist auf einem hohen Niveau.
Dennoch beabsichtigen 79 Prozent der Personen, Präsente zu erwerben, wobei Erlebnisse, Bargeld und literarische Werke die bevorzugten Geschenkarten darstellen. Der digitale Handel gewinnt kontinuierlich an Relevanz, wobei 71 Prozent der Umfrageteilnehmer diese Option nutzen (im Vergleich zu 60 Prozent im Jahr 2022). Die Aspekte der Nachhaltigkeit und die Unterstützung regionaler Geschäfte behalten ihre Bedeutung, doch letztlich ist der Preis der ausschlaggebende Faktor für die Kaufentscheidung. Ein erheblicher Anteil beginnt frühzeitig mit den Weihnachtseinkäufen; so haben 36 Prozent bereits im Oktober und weitere 20 Prozent schon im September ihre Besorgungen erledigt. Die Grundlage der Studie bildete eine Umfrage unter 1.000 in Österreich lebenden Personen im September 2023.