Die FDP-Politikerin Nicole Büttner-Thiel hat eine ausgefallene Wettschuld beglichen, nachdem ihre Partei bei der Bundestagswahl 2013 die erforderliche Fünf-Prozent-Hürde nicht überwinden konnte. Sie ließ sich ihren Kopf kahl rasieren und dokumentierte diesen Schritt ausführlich in sozialen Medien. Die damals 38-jährige Büttner-Thiel hatte sich vor der Wahl fest vorgenommen und öffentlich gewettet, dass die Freien Demokraten ein Ergebnis von über sechs Prozent der Wählerstimmen erreichen würden. Die Realität sah jedoch anders aus: Mit lediglich 4,8 Prozent verpasste die FDP den Einzug ins Parlament deutlich. Die Einlösung der Wette erfolgte am Montag nach der Wahl in einem Friseursalon. Büttner-Thiel begegnete der Situation mit Humor und veröffentlichte eine Reihe von Fotos des gesamten Prozesses auf ihrer Facebook-Seite. Am Ende präsentierte sie stolz ihre neue, kahle Frisur. Die Reaktionen auf ihre Posts waren überwiegend positiv. Viele Nutzer lobten ihren Sportsgeist und die Art, wie sie mit der Niederlage umging. Einige Kommentare zogen sogar Vergleiche zu Schauspielerin Demi Moore in ihrer Rolle in "Die Akte Jane". Obwohl vereinzelt kritische Stimmen die Aktion als bloßen PR-Stunt abtaten, überwog die Anerkennung für ihre Konsequenz. Solche außergewöhnlichen Wetten mit persönlichen Konsequenzen sind in der Politik keine Neuheit. In der Vergangenheit gab es bereits ähnliche Fälle, bei denen Persönlichkeiten aus der Politik nach falsch getippten Wahlergebnissen oder Sportergebnissen öffentlich zu ihren Versprechen standen. Büttner-Thiel hatte ihre Absicht, die Wette bei einer Niederlage einzulösen, bereits vor dem Wahltag klar kommuniziert.