Nach einem enttäuschenden Start in die Saison der 2. Fußball-Bundesliga hat sich der 1. FC Köln von Cheftrainer Lukas Kwasniok getrennt. Sportdirektor Christian Keller benannte die mangelnde sportliche Entwicklung als Hauptgrund für die Entscheidung. Die Rheinländer finden sich nach drei Begegnungen mit lediglich zwei Punkten auf einem Abstiegsplatz wieder. "Wir sind mit der Entwicklung in den vergangenen Wochen nicht zufrieden und haben die selbst gesteckten Ziele nicht erreicht", erklärte Keller in einer offiziellen Pressemitteilung. Für Kwasniok, der erst im Sommer von Paderborn nach Köln gewechselt war, bedeutet dies das vorzeitige Ende seiner Amtszeit. Ein Nachfolger wurde bislang noch nicht gefunden. "Wir werden in den kommenden Tagen Gespräche führen und schnellstmöglich einen neuen Trainer präsentieren", kündigte Keller an. Die Leitung des Trainingsbetriebs wird vorerst Co-Trainer André Pawlak übernehmen. Kwasniok hatte die Mannschaft im Sommer mit ambitionierten Zielen übernommen. Der Wiederaufstieg sollte in Angriff genommen werden, doch stattdessen gab es ein 2:2-Remis gegen Wiesbaden, ein 1:1 gegen Braunschweig und eine 0:2-Niederlage gegen Elversberg. Diese Bilanz genügt den hohen Ansprüchen der Kölner keineswegs. Die Trennung von Kwasniok stellt die erste Trainerentlassung in der 2. Bundesliga in dieser Saison dar. Der 1. FC Köln ist erst der dritte Verein, der in der laufenden Spielzeit einen Trainerwechsel vornimmt. Zuvor hatten sich bereits der 1. FC Kaiserslautern (von Dirk Schuster) und der FC Schalke 04 (von Thomas Reis) von ihren Übungsleitern getrennt. Beide Vereine sind ebenfalls in der 2. Bundesliga aktiv.