Der 21-jährige Rechtsverteidiger Ibrahima Sylla, derzeit vom FC Brügge an Schalke 04 ausgeliehen, hat eine klare Vertragsklausel: Bei einem Aufstieg in die Bundesliga würde die vereinbarte Kaufoption zu einer Kaufpflicht. Sylla selbst äußert sich äußerst positiv über seine Erfahrungen in Gelsenkirchen. Gegenüber der „WAZ“ erklärte der U20-Nationalspieler Frankreichs: „Ich fühle mich sehr wohl. Die Stadt und die Anhänger sind großartig, ich bin hier wirklich glücklich.“ Er bekräftigte zudem sein Engagement: „Ich werde mein Bestes geben, um die Ziele des Vereins zu verwirklichen. Mein Wunsch ist es, mit Schalke in der Bundesliga zu spielen.“ Schalkes Sportdirektor Marc Wilmots hatte unlängst die angespannte Finanzsituation des Vereins und die daraus resultierenden Herausforderungen bei Spielertransfers thematisiert. Im speziellen Fall von Sylla ist die Sachlage jedoch eindeutig: Seine feste Verpflichtung ist unmittelbar an den Aufstieg gekoppelt, wodurch die bestehende Kaufoption verbindlich wird. Zeitgleich sorgte ein eher ausgefallener Fanwunsch für Aufsehen. Eine Online-Petition machte sich für eine Rückkehr des bosnischen Stürmers Edin Dzeko (38) von Fenerbahce Istanbul stark, sollte Schalke 04 den Aufstieg schaffen. Dzeko, der in seiner Jugendzeit für die U19 und U23 der Königsblauen spielte, bevor er zu einer internationalen Karriere durchstartete, reagierte auf die Petition in den sozialen Medien mit einem humorvollen Kommentar. Wilmots zeigte sich jedoch kritisch gegenüber dieser Idee. Er würdigte Dzeko zwar als „einen absoluten Topstürmer“, bewertete eine Verpflichtung aber selbst bei einem Aufstieg als „sehr, sehr schwierig“. Als primäre Argumente führte er Dzekos Alter von mittlerweile 38 Jahren, sein beträchtliches Gehalt sowie die damit einhergehenden finanziellen Unsicherheiten an. Wilmots hob hervor, dass der Verein aus vergangenen Fehlern gelernt habe und nicht erneut auf eine Strategie kostspieliger, älterer Stars setzen wolle. „Die Geschichte hat gezeigt, dass solche Entscheidungen mit finanziellen Risiken einhergehen. Das möchten wir vermeiden. Wir streben eine junge, ambitionierte Mannschaft an“, erläuterte der Sportdirektor. Er verdeutlichte, dass das oberste Ziel sei, die finanzielle Stabilität des Vereins nicht aufs Neue zu gefährden.