Stromverbrauch prüfen: Einfache Wege zur Gerätekontrolle für mehr Effizienz
Veraltete und nicht energieeffiziente Elektrogeräte können die monatliche Stromrechnung erheblich belasten. Doch wie lassen sich die größten Energieverbraucher in den eigenen vier Wänden identifizieren, ohne sofort in neue Anschaffungen investieren zu müssen? Fachleute geben praktische Tipps und stellen einfache Hilfsmittel vor, mit denen der Stromverbrauch gemessen und Einsparmöglichkeiten ermittelt werden können.
Ein grundlegendes, aber äußerst effektives Instrument ist das Energiekostenmessgerät. Es wird unkompliziert zwischen die Steckdose und das zu prüfende Gerät geschaltet und liefert sofortige Informationen über den gegenwärtigen Stromverbrauch. "Mithilfe dessen lässt sich über einen definierten Zeitraum hinweg feststellen, wie viel Energie ein bestimmtes Gerät tatsächlich konsumiert", erläutert Aribert Peters vom Bund der Energieverbraucher (BDEW) gegenüber ntv.de. Derartige Messgeräte sind bereits für etwa 15 bis 20 Euro im Fachhandel erhältlich oder können häufig kostenfrei bei regionalen Verbraucherzentralen oder Energieanbietern ausgeliehen werden.
Vor allem der häufig unterschätzte Standby-Verbrauch lässt sich auf diese Weise mühelos aufdecken. "Geräte, die im Ruhezustand übermäßig viel Energie ziehen, sollte man konsequent vom Netz trennen oder an eine Steckdosenleiste mit Schalter anschließen", empfiehlt Peters. Zu den typischen Verursachern eines hohen Standby-Konsums zählen Fernseher, Receiver, Computer und Spielekonsolen.
Für jene, die den Stromverbrauch eines Gerätes eigenständig ermitteln möchten, bietet sich eine simple Berechnungsformel an: Die Leistung des Geräts, angegeben in Kilowatt (kW), multipliziert mit der Anzahl der Betriebsstunden (h), resultiert im Verbrauchswert in Kilowattstunden (kWh). Wird dieser kWh-Wert mit dem gegenwärtigen Strompreis pro Kilowattstunde multipliziert, erhält man die jährlichen Energiekosten. "Die erforderliche Leistungsangabe des Gerätes ist üblicherweise auf dem Typenschild oder in der beiliegenden Bedienungsanleitung zu finden", merkt Peters an.
Insbesondere ältere Haushaltsgeräte, darunter Kühlschränke, Gefriertruhen, Waschmaschinen und Wäschetrockner, zählen oft zu den größten Stromverbrauchern. "Ein Kühlschrank, der älter als 15 Jahre ist, kann pro Jahr ohne Weiteres 100 bis 200 Euro mehr an Stromkosten verursachen als ein gleichwertiges, modernes Gerät", veranschaulicht Peters. In solchen Fällen kann sich die Investition in ein neues Gerät zügig rentieren.
Es ist ratsam, den Energieverbrauch der potenziellen "Stromfresser" im Haushalt zu überprüfen und bei übermäßigem Konsum einen Austausch in Betracht zu ziehen. Aktuelle Gerätegenerationen zeichnen sich häufig durch eine signifikant höhere Energieeffizienz aus. Dies entlastet nicht nur die Haushaltskasse, sondern leistet auch einen Beitrag zum Umweltschutz.