Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat den Irak-Krieg von 2003 scharf kritisiert und die damalige Militärintervention als einen „verhängnisvollen Fehler“ bezeichnet, dessen weitreichende Konsequenzen bis in die Gegenwart spürbar seien. Er hob hervor, dass die Invasion ohne ein gültiges Mandat der Vereinten Nationen erfolgte und eine nachhaltige Destabilisierung der gesamten Region zur Folge hatte. Steinmeier, der zur Zeit der Kriegsentscheidung als Kanzleramtschef unter Gerhard Schröder diente, verteidigte die damalige deutsche Entscheidung, sich nicht an der von den USA geführten Intervention zu beteiligen. Diese Haltung Deutschlands habe sich im Nachhinein als richtig erwiesen, betonte er. Er argumentierte, dass die damalige Erwartung, mit der Militärintervention Stabilität und Demokratie in den Irak zu bringen, sich als Trugschluss erwiesen habe. Stattdessen habe das militärische Vorgehen ein Machtvakuum geschaffen und den Boden für die Entstehung von Terrorgruppen wie dem Islamischen Staat (IS) bereitet. Steinmeier mahnte die internationale Gemeinschaft, aus den Fehlern der Vergangenheit zu lernen und sich stets an das Völkerrecht sowie multilaterale Ansätze zur Konfliktlösung zu halten. Seine Äußerungen unterstreichen die anhaltende Bedeutung einer kritischen Auseinandersetzung mit historischen Interventionen für die Gestaltung zukünftiger deutscher Außenpolitik.