Olympique Marseille sieht sich mit fortgesetzten personellen Umstrukturierungen konfrontiert. Nur kurz nach dem Abschied von Trainer Jean-Louis Gasset und der offiziellen Vorstellung von Roberto De Zerbi als dessen Nachfolger, wird nun auch Sportdirektor Mehdi Benatia den französischen Top-Klub verlassen. Dies wurde von Präsident Pablo Longoria bestätigt. „Es entspricht der Wahrheit, dass es sein Wunsch ist, uns zu verlassen. Wir werden ihn bei der Umsetzung dieses Vorhabens unterstützen“, erklärte der spanische Vereinschef gegenüber RMC Sport. Benatia wurde erst im November 2023 persönlich von Longoria zu Marseille geholt. Die Hauptaufgabe des ehemaligen marokkanischen Nationalspielers bestand primär in der Spielerakquise, wobei er öffentlich stets diskret agierte. Damit endet seine Amtszeit bei OM nach einer Dauer von weniger als einem Jahr. Benatia pflegte eine gute Beziehung zu Gasset und soll Berichten zufolge dessen Verpflichtung als Trainer mitbegünstigt haben. Mit der Übernahme durch Roberto De Zerbi wird nun voraussichtlich ein Trainer das Ruder übernehmen, der dafür bekannt ist, seine eigenen Visionen umzusetzen und eventuell ein eigenes Team mitbringt. Es wird vermutet, dass Benatia, der Longoria bereits aus früheren gemeinsamen Phasen bekannt war, in den zukünftigen Planungen des Vereins keine führende Rolle mehr spielen wird. Neben Gasset und nun Benatia wird auch der US-amerikanische Besitzer Frank McCourt, dessen Präsenz in Marseille kaum noch spürbar ist, mit einem bevorstehenden Abgang in Verbindung gebracht – ein Verkauf von Olympique gilt als realistische Option.