SPD-Chef Klingbeil mahnt Trump zur Einhaltung von Zollvereinbarungen
Berlin (dpa) – Lars Klingbeil, der Co-Vorsitzende der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD), hat eindringlich an den ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump appelliert, sich bei einer etwaigen Rückkehr ins Amt an internationale Zusagen bezüglich Zöllen zu halten. Klingbeil zeigte sich am Sonntag besorgt über mögliche isolationistische Tendenzen einer zukünftigen Regierung unter Trump und hob hervor, wie wesentlich verlässliche Handelsbeziehungen für die Weltwirtschaft sind.
„Die Lehren aus seiner vorherigen Amtszeit legen nahe, dass Donald Trump bereit ist, Handelskonflikte zu provozieren, um vermeintliche US-Interessen durchzusetzen“, erklärte Klingbeil in einem Gespräch. „Eine Wiederholung dessen muss verhindert werden. Deutschland und der europäische Kontinent benötigen Stabilität. Wir erwarten die Einhaltung internationaler Verträge und Verpflichtungen, besonders im Zollbereich.“
Klingbeil verwies darauf, dass eine Zuspitzung von Handelskonflikten, ähnlich denen während Trumps erster Präsidentschaft, erhebliche negative Konsequenzen für exportabhängige Länder wie Deutschland hätte. Er forderte Trump auf, die globale ökonomische Stabilität nicht durch eigenmächtige Zollerhöhungen zu gefährden. „Die Grundlage unseres Wohlstands ist der freie und gerechte Handel. Protektionismus schadet letztendlich jedem Beteiligten“, stellte der SPD-Vorsitzende fest.
Klingbeils Stellungnahmen erfolgen im Kontext steigender Spekulationen über eine mögliche erneute Kandidatur Trumps für die US-Präsidentschaft sowie der Befürchtungen europäischer Entscheidungsträger vor einer erneuten „America First“-Handelspolitik. Klingbeil hob hervor, dass Europa geeint auftreten müsse, um seine kommerziellen Interessen zu schützen und auf die Wahrung internationaler Standards zu bestehen.