Bayerns Ministerpräsident Markus Söder beabsichtigt, den langjährigen ehemaligen Unionsfraktionschef Volker Kauder in seine Mannschaft zu integrieren. Kauders künftige Aufgabe wird es sein, die Kooperation zwischen CSU und CDU zu intensivieren, besonders im Hinblick auf CDU-Chef Friedrich Merz. Diese Information stammt aus Meldungen der Deutschen Presse-Agentur, welche sich auf Äußerungen von Teilnehmern einer CSU-Vorstandssitzung beziehen. Nach der Sitzung in München äußerte Söder seine Wertschätzung für Kauder: „Ich schätze ihn sehr. Uns verbindet eine äußerst enge und gute Beziehung“, so der Ministerpräsident. Er hob hervor, dass Kauder „ein äußerst versierter Politiker ist, der nicht nur über viele Jahre die Unionsfraktion im Bundestag leitete, sondern auch ein tiefes Verständnis für die CDU besitzt.“ Söder zufolge besteht Kauders zukünftige Mission darin, „die Union zu einen“ und „eine intensive Zusammenarbeit zu fördern“. Kauder bekleidete von 2005 bis 2018 das Amt des Vorsitzenden der Unionsfraktion im Deutschen Bundestag. Er wird als konservativer Politiker und enger Vertrauter der ehemaligen Bundeskanzlerin Angela Merkel wahrgenommen. Seit dem Ende der Merkel-Ära gestaltete sich die Kooperation zwischen CDU und CSU als anspruchsvoller. Merz übernahm im Jahr 2022 den Vorsitz der CDU und intensivierte nach umfassenden Gesprächen die Zusammenarbeit mit Söder. Beide Unionsparteien streben an, zukünftig verstärkt zu kooperieren, unter anderem bei der Ausarbeitung eines gemeinsamen Wahlprogramms für die anstehende Bundestagswahl. Des Weiteren plant Söder, eine neue Führungsstruktur innerhalb der CSU zu implementieren. Zusätzlich zu den bestehenden sechs Präsidiumsmitgliedern sollen zehn weitere ernannte Personen Teil dieses Gremiums werden, wodurch sich die Gesamtzahl auf 16 Mitglieder erhöht. Diese Umstrukturierung macht eine Änderung der Parteisatzung notwendig.