Nationalbankpräsident Martin Schlegel hat die von der UBS geäusserten Bedenken hinsichtlich der als 'extrem' bezeichneten Vorschläge zur Bankenregulierung entschieden zurückgewiesen. Er betonte, die geplanten Massnahmen zur Stärkung der Finanzstabilität seien vielmehr notwendig als übertrieben. Die Auseinandersetzung entzündet sich an den nach der Übernahme der Credit Suisse durch die UBS diskutierten Verschärfungen der 'Too Big to Fail'-Regulierungen. Während die Grossbank UBS die vorgesehenen Auflagen als zu weitreichend kritisiert und vor negativen Folgen für den Finanzplatz warnt, vertritt Schlegel eine andere Auffassung. In seinen Ausführungen machte der Präsident der Schweizerischen Nationalbank (SNB) klar, dass die Erfahrungen aus der jüngsten Vergangenheit gezeigt hätten, wie essenziell ein robustes Rahmenwerk für systemrelevante Banken sei. Er argumentierte, dass die vorgeschlagenen Anpassungen, wie etwa höhere Kapitalanforderungen oder strengere Liquiditätsvorschriften, dazu dienen, die Widerstandsfähigkeit des Finanzsystems zu verbessern und das Risiko zukünftiger Krisen zu minimieren. Diese Schritte seien keine drastischen Überreaktionen, sondern fundierte Antworten auf erkannte Schwachstellen. Schlegel hob hervor, dass es im Interesse der gesamten Wirtschaft und der Steuerzahler liege, sicherzustellen, dass grosse Banken auch in schwierigen Zeiten stabil bleiben. Die Diskussion über die Angemessenheit der Massnahmen müsse stets die Lehren aus der Vergangenheit und die Notwendigkeit einer nachhaltigen Sicherung des Finanzplatzes berücksichtigen. Die Schweiz müsse weiterhin Vorreiter in Sachen Finanzstabilität sein, und dafür seien die diskutierten Vorschläge von grosser Bedeutung.