Schwerer Unfall an Bahnschranke: Sattelzug kollidiert mit Regionalzug – Fahrer schwer verletzt
Am Mittwochnachmittag ereignete sich in St. Johann in Tirol ein gravierender Zwischenfall, als ein Sattelzug an einem ungesicherten Bahnübergang mit einem Regionalzug zusammenstieß. Der Vorfall, bei dem der Lkw-Fahrer schwere Verletzungen davontrug, führte zu einem Großeinsatz der Rettungskräfte und zur Sperrung der Bahnstrecke.
Gegen 16:30 Uhr versuchte der Lenker eines Sattelzuges, an einem Bahnübergang im Ortsteil Reith, welcher keine Schranken besitzt, links abzubiegen. Dabei wurde sein Fahrzeug im Bereich des Führerhauses von einem aus Kitzbühel kommenden Regionalzug erfasst. Die Wucht des Aufpralls war enorm.
Der Lkw-Fahrer erlitt bei der Kollision ernsthafte Blessuren und musste von den Einsatzkräften aus dem stark deformierten Führerhaus befreit werden. Nach einer ersten medizinischen Versorgung vor Ort wurde er mit dem Notarzthubschrauber in die Klinik Innsbruck geflogen. Die rund 50 Fahrgäste im Zug blieben glücklicherweise unverletzt und konnten den Zug ohne medizinische Hilfe verlassen.
Am Sattelzug entstand Totalschaden, während auch der Regionalzug Beschädigungen aufwies. Für die Bergung der Unfallfahrzeuge sowie die Versorgung der Beteiligten war ein umfangreiches Aufgebot an Rettungsdiensten erforderlich. Die Feuerwehren aus St. Johann, Oberndorf, Kitzbühel und Going waren mit insgesamt etwa 70 Mann im Einsatz. Unterstützung erhielten sie von Polizei, Rotem Kreuz, einem Notarztteam und dem Rettungshubschrauber.
Aufgrund des Unfalls wurde die Bahnstrecke zwischen Kitzbühel und Hochfilzen vollständig gesperrt. Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) richteten einen Schienenersatzverkehr ein. Die Streckensperre wird voraussichtlich bis Donnerstagmorgen andauern, da umfangreiche Aufräumarbeiten und Reparaturen notwendig sind. Die genaue Unfallursache ist Gegenstand laufender Ermittlungen der Behörden.