Vertreter des deutschen Schiffbaus richten einen dringenden Appell an die Bundesregierung, mit klaren und verlässlichen politischen Leitlinien die Zukunft des Sektors zu gestalten. Die Werften stehen unter enormem Druck, bedingt durch den intensiveren weltweiten Wettbewerb, vor allem aus dem asiatischen Raum, und die unumgängliche Transformation hin zu umweltfreundlichen Technologien. Laut einer Stellungnahme des Verbandes für Schiffbau und Meerestechnik (VSM) vom Montag ist die Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands als Hightech-Standort im Schiffbau untrennbar mit der Schaffung eindeutiger politischer Rahmenbedingungen und der Förderung von Innovationsinvestitionen verbunden. Hierbei geht es um weit mehr als die Erhaltung tausender Arbeitsplätze; vielmehr steht die strategische Bedeutung der maritimen Industrie für die Volkswirtschaft des Landes auf dem Spiel. Ein Ausbleiben einer schlüssigen Industriestrategie berge die Gefahr eines anhaltenden Rückgangs von Marktanteilen und eines Verfalls des technologischen Wissens. Zu den Kernforderungen des VSM zählen verstärkte Forschungsmittel, die Etablierung fairer Wettbewerbsregeln innerhalb der EU sowie spezifische Initiativen zur Sicherung qualifizierter Arbeitskräfte.