Trotz erheblicher Personalengpässe hat der FC Schalke 04 in der 2. Bundesliga einen äußerst wichtigen Sieg im Kampf gegen den Abstieg errungen. Die Mannschaft aus Gelsenkirchen besiegte am Samstag im eigenen Stadion Eintracht Braunschweig mit 3:1 (2:0), obwohl zehn Profis fehlten, und verschaffte sich damit etwas Distanz zu den unteren Tabellenrängen. Als herausragender Spieler des Teams von Trainer Karel Geraerts erwies sich der zwanzigjährige Keke Topp, der in der 17. und 26. Minute zwei Tore erzielte. Kenan Karaman (71.) steuerte den dritten Treffer bei, während Anton Donkor (74.) für Braunschweig verkürzte. Schalke stand vor dem Spiel vor erheblichen personellen Herausforderungen; zehn Spieler standen Trainer Geraerts aufgrund von Verletzungen oder Krankheit nicht zur Verfügung. Der belgische Trainer reagierte darauf mit Umstellungen in der Aufstellung, indem er beispielsweise Stürmer Topp auf dem rechten Flügel einsetzte und den etatmäßigen defensiven Mittelfeldspieler Niklas Tauer in die Innenverteidigung beorderte. Ungeachtet der notgedrungenen Änderungen demonstrierte Schalke von Anfang an eine engagierte Vorstellung und wurde rasch durch die Treffer von Topp belohnt, welcher damit seine Saisontore zwei und drei in der Liga verbuchte. Nach der Halbzeitpause forcierte Schalke das Tempo leicht, vergab jedoch zunächst mehrere vielversprechende Gelegenheiten. Die größte Torchance besaß Danny Latza (56.), dessen Versuch aus kurzer Distanz von Braunschweigs Torhüter Ron-Thorben Hoffmann pariert wurde. Kurz darauf verhinderte auch Schalke-Schlussmann Ralf Fährmann mit einer herausragenden Parade gegen Fabio Kaufmann (63.) den möglichen Anschlusstreffer. Für Aufsichtsratsmitglied Marc Wilmots hatte dieser Sieg eine besondere Bedeutung. Der frühere Weltklasseprofi erklärte bei Sky: "Die Mannschaft hat bewiesen, was Schalke 04 ausmacht. Es war ein echter Kampf." Nach dem 1:0-Erfolg gegen Wehen Wiesbaden war dies der zweite Sieg in Folge für die Gelsenkirchener, die sich damit mit 26 Punkten vorübergehend auf den 13. Tabellenplatz verbessern. Dennoch dürften die Personalsorgen für Geraerts vorerst bestehen bleiben: Zahlreiche verletzte Akteure wie Leo Greiml, Assan Ouedraogo, Bryan Lasme, Brandon Soppy und Simon Terodde werden dem Trainer weiterhin für längere Zeit fehlen.