Russland strebte an, mit der Su-57 einen Stealth-Kampfjet zu kreieren, der sich mit den fortschrittlichsten westlichen Modellen messen kann. Die tatsächliche Produktionslage dieses Flugzeugs weicht jedoch erheblich von den ambitionierten Zielen Moskaus ab. Aktuell verfügt Russland über eine extrem kleine Menge an Su-57-Jets, deutlich weniger, als die Kampfflugzeug-Bestände eines einzelnen amerikanischen Flugzeugträgers umfassen. Diese Differenz unterstreicht die beträchtlichen Hürden, denen Russland bei der Serienfertigung seiner hochmodernen Militärtechnologie begegnet. Gemäß Berichten des „Business Insider“, die sich auf den früheren Oberbefehlshaber der britischen Luftwaffe, Michael Wigston, beziehen, beläuft sich die Anzahl der operativen Su-57 auf ungefähr ein Dutzend. Im Gegensatz dazu kann ein US-Flugzeugträger zwischen 60 und 70 Kampfflugzeuge beherbergen. Dies demonstriert den erheblichen Rückstand Russlands gegenüber den Vereinigten Staaten bezüglich der Bereitstellung hochmoderner Kampfjets. Russlands Schwierigkeiten bei der Massenproduktion sind komplex und vielschichtig. Dazu gehören die Herausforderungen bei der Beherrschung der komplizierten Technologien für Kampfjets der fünften Generation sowie die Folgen westlicher Sanktionen, welche den Zugang zu kritischen Bauteilen und Technologien behindern. Ebenso tragen Engpässe in der nationalen Industrie und unzureichende Investitionen zu dieser Situation bei. Die geringe Menge an Su-57-Jets hat beträchtliche militärische Konsequenzen. Sie impliziert, dass Russland lediglich eine stark eingeschränkte Fähigkeit besitzt, die Lufthoheit zu erlangen und sich gegen potenzielle Kontrahenten zu behaupten, die über umfangreichere und technologisch überlegenere Luftwaffen verfügen. In einem bewaffneten Konflikt könnte dies eine entscheidende Rolle spielen. Die Su-57 wurde erstmalig im Jahr 2010 der Öffentlichkeit präsentiert und sollte als Zeichen für Russlands technologische Leistungsfähigkeit und militärische Stärke dienen. Allerdings haben die schleppende Entwicklung und die niedrige Produktionsrate dieses Image beeinträchtigt. Ursprüngliche Vorhaben sahen eine wesentlich größere Flotte vor, die jedoch nie umgesetzt wurde. Fachleute betonen, dass die geringe Anzahl an Su-57 ebenso die Ausbildung der Piloten und die taktische Weiterentwicklung erschwert. Es mangelt an genügend Flugstunden und Trainingsgelegenheiten, um die Kapazitäten des Jets vollständig zu nutzen und Kampftaktiken zu formen, die dessen Vorteile optimal einsetzen. Abschließend lässt sich feststellen, dass die Kluft zwischen Russlands Bestrebungen und der tatsächlichen Su-57-Produktion ein deutlicher Hinweis auf die tiefgreifenden Schwierigkeiten ist, denen das Land bei der Modernisierung seiner Streitkräfte gegenübersteht. Während Moskau weiterhin bemüht ist, seine militärische Stärke zu demonstrieren, offenbaren die Fakten zur Su-57-Flotte eine abweichende, weniger imposante Wirklichkeit.