Gabriele Gravina, der Präsident des italienischen Fußballverbandes (FIGC), hat seinen Posten aufgegeben. Diese Entscheidung fiel offenbar nicht ohne den deutlichen Druck von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni, die angesichts der sportlichen Leistungen der Nationalmannschaft Veränderungen forderte. Die fehlende Qualifikation für große Turniere und die allgemeine sportliche Entwicklung hatten zu erheblicher öffentlicher und politischer Kritik an der Verbandsführung geführt. Parallel dazu hat auch Torwart-Legende Gianluigi Buffon seine Position als Delegationsleiter der italienischen Nationalmannschaft zur Verfügung gestellt. Buffon, eine prägende Figur des italienischen Fußballs, hatte diese Aufgabe erst kürzlich übernommen. Sein Abschied unterstreicht die tiefgreifenden Umwälzungen, die den italienischen Fußball derzeit erfassen. Seit dem triumphalen Gewinn der Europameisterschaft 2020 (die im Jahr 2021 ausgetragen wurde) befindet sich die italienische Nationalmannschaft in einer schwierigen Phase. Das Scheitern in der Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2022 sowie anhaltende Diskussionen über die strategische Ausrichtung haben die Rufe nach einer Erneuerung der Verbandsspitze verstärkt. Die Rücktritte von Gravina und Buffon markieren somit einen Wendepunkt für den italienischen Fußball, der nun vor der Herausforderung steht, eine neue Ära einzuleiten und wieder zu alter Stärke zurückzufinden.