Der FC Barcelona demonstrierte am Sonntag im Camp Nou seine fußballerische Überlegenheit, indem er den angeschlagenen Erzrivalen Real Madrid im Clásico deutlich mit 5:1 (2:0) besiegte und diesen in eine tiefe Krise stürzte. Trotz des Fehlens ihres Superstars Lionel Messi, der wegen einer Unterarmfraktur pausieren musste, zeigte das Team von Trainer Ernesto Valverde eine beeindruckende Vorstellung. Für Real Madrid bedeutete diese historische Niederlage die fünfte Pleite in den letzten sieben Pflichtspielen und verstärkt den Druck auf Coach Julen Lopetegui erheblich. Der uruguayische Stürmer Luis Suárez war der unbestrittene Held des Abends und erzielte einen Hattrick (30./Elfmeter, 75., 83.). Die weiteren Treffer für die Katalanen steuerten Philippe Coutinho (11.) und Arturo Vidal (87.) bei. Den einzigen Lichtblick für die Königlichen markierte Marcelo in der 50. Minute, der zwischenzeitlich auf 1:2 verkürzte. Real Madrid, das nach dem Abgang von Cristiano Ronaldo zu Juventus Turin ohnehin bereits Schwierigkeiten hatte, wirkte im Vergleich zu Barcelona blass und ideenlos. Die Anfangsphase der Partie war von Real Madrids Angriffsbemühungen geprägt, doch die Gastgeber übernahmen schnell die Kontrolle. Nach einem präzisen Pass von Jordi Alba eröffnete Philippe Coutinho den Torreigen. Das zweite Tor resultierte aus einem Elfmeter, den Schiedsrichter Jose Maria Sanchez Martinez nach Videobeweis für ein Foul von Raphael Varane an Suárez zusprach. Suárez verwandelte souverän. Nach der Halbzeitpause versuchte Real Madrid, das Spiel noch zu drehen. Marcelos Anschlusstreffer nährte kurzzeitig die Hoffnungen, und Luka Modric traf sogar den Pfosten. Doch Barças Offensive war an diesem Tag einfach zu stark. Suárez stellte mit seinem zweiten Treffer per Kopfball nach einer Flanke von Sergi Roberto den alten Abstand wieder her. Anschließend setzte er mit einem Lupfer über Real-Keeper Thibaut Courtois seinen Hattrick fort, bevor der eingewechselte Arturo Vidal den Endstand fixierte. Diese Niederlage, die Real Madrid in der Tabelle auf den neunten Platz abrutschen ließ, während Barcelona die Führung verteidigte, gilt als eine der schwersten Erniedrigungen in der jüngeren Clásico-Geschichte. Sie wirft ernsthafte Fragen nach der Zukunft von Trainer Lopetegui auf und deutet auf eine möglicherweise weitreichende Krise bei den Königlichen hin.