Berichten zufolge, insbesondere von "Nowaja Gaseta Europa" unter Berufung auf nicht näher bezeichnete Kreml-Insider, hat der russische Staatschef Wladimir Putin seine Schutzmaßnahmen seit dem Einmarsch in die Ukraine erheblich intensiviert. Die Zahl der Leibwächter in seiner unmittelbaren Nähe sei demnach merklich aufgestockt worden. Ein besonderes Merkmal dieser Maßnahmen ist der Einsatz von speziellen Leibwächtereinheiten, die intern als "die Wanderer" bekannt sind. Diese mutmaßlich vom Föderalen Dienst für Bewachung (FSO) gestellten Kräfte haben die Aufgabe, Putins direkte Umgebung zu observieren und potenzielle Gefahren frühzeitig zu identifizieren. Es wird angenommen, dass die "Wanderer" eine Art zusätzliche Sicherheitsstufe um den Präsidenten bilden, die über die Standard-Leibwächter hinausgeht. Dem Bericht zufolge wurden ebenso technische Sicherheitsvorkehrungen ausgebaut. Dazu gehören angeblich der Einsatz spezieller Störsender, die Kommunikationssignale in Putins Nähe unterbrechen sollen, um die Detonation von Sprengsätzen oder Drohnenangriffe zu vereiteln. Des Weiteren wurde die Überwachung des Luftraums und der Zugangswege zu den Orten, an denen sich Putin aufhält, verstärkt. Experten interpretieren die Ausweitung der Sicherheitsvorkehrungen als Indikator für eine zunehmende Paranoia bei Putin. Der russische Präsident befürchte angeblich, Ziel eines Attentats oder eines Umsturzes zu werden, besonders im Licht des gescheiterten Wagner-Aufstands im Juni 2023. "Nowaja Gaseta Europa" ist ein unabhängiges Nachrichtenportal russischer Exil-Journalisten, entstanden nachdem die ursprüngliche "Nowaja Gaseta" in Russland unter staatlichen Druck geriet und verboten wurde. Das Portal ist für seine kritische Haltung gegenüber dem Kreml und seine investigativen Beiträge bekannt.