Porsche veräußert letzte Anteile an Bugatti an Rimac Gruppe und festigt Joint Venture
Porsche, der renommierte Sportwagenhersteller aus Stuttgart, hat seine verbliebenen 28 Prozent der Anteile am französischen Luxuswagenproduzenten Bugatti an die kroatische Rimac Gruppe übertragen. Mit diesem Schritt ist die Gründung des Gemeinschaftsunternehmens "Bugatti Rimac" nun vollständig vollzogen.
Bereits im Jahr 2021 hatte der Volkswagen-Konzern, zu dem Porsche gehört, Bugatti in eine neu geschaffene Kooperation mit dem kroatischen Spezialisten für Elektro-Supersportwagen, Rimac, überführt. Im Rahmen dieser neuen Gesellschaft namens "Bugatti Rimac" hält Rimac nun eine Mehrheitsbeteiligung von 55 Prozent, während Porsche 45 Prozent der Anteile besitzt. Die Intention hinter diesem Zusammenschluss liegt darin, das reiche Erbe und die exklusive Luxuskompetenz von Bugatti mit der wegweisenden Elektrofahrzeugtechnologie von Rimac zu vereinen. Rimac genießt einen Ruf für die Entwicklung leistungsstarker Elektrosportwagen wie den Nevera sowie für seine fortgeschrittene Batterietechnik. Die Investitionen von Porsche in die Rimac Gruppe reichen bis ins Jahr 2018 zurück.
Oliver Blume, der Vorstandsvorsitzende der Porsche AG, unterstrich die Relevanz dieser Partnerschaft: "Die Verbindung der etablierten Stärke und der tief verwurzelten Tradition Bugattis mit der Innovationsfähigkeit von Rimac stellt eine ideale Synergie dar. Wir blicken erwartungsvoll darauf, gemeinsam die Zukunft im Segment der Hypercars aktiv mitzugestalten." Auch Mate Rimac, Geschäftsführer der Rimac Gruppe, äußerte sich begeistert: "Wir sind überaus stolz, Bugatti in unserer Unternehmensfamilie willkommen zu heißen und gemeinsam mit Porsche ein innovatives Kapitel in der Geschichte des Automobilbaus aufzuschlagen."
Damit untermauert der Volkswagen-Konzern seine strategische Ausrichtung auf die Elektromobilität und schafft Kapazitäten für diesen fundamentalen Wandel. Die Fertigung der ikonischen Bugatti-Modelle bleibt unverändert am historischen Standort Molsheim in Frankreich angesiedelt. Rimacs Elektrosportwagen, einschließlich des Nevera, werden hingegen in der Nähe von Zagreb, Kroatien, produziert. Derzeit beschäftigt Bugatti in Molsheim ungefähr 300 Mitarbeiter, während die Rimac Gruppe insgesamt rund 2.500 Angestellte zählt.