Marco Odermatt aus der Schweiz konnte sich am Freitag bei der alpinen Ski-Weltmeisterschaft in Courchevel/Méribel seine allererste Goldmedaille sichern. Im Riesenslalom der Herren distanzierte er seinen Landsmann Loic Meillard um 0,32 Sekunden und den drittplatzierten Österreicher Marco Schwarz um 0,40 Sekunden. Für Schwarz, einen Athleten aus Kärnten, war dies die dritte WM-Medaille seiner Laufbahn und bereits die zweite bei den aktuellen Titelkämpfen, nachdem er zuvor Silber in der Kombination gewonnen hatte. Stefan Brennsteiner belegte den vierten Rang und verpasste die Bronzemedaille um knappe 0,08 Sekunden, während Manuel Feller auf dem neunten Platz landete. Raphael Haaser hatte den ersten Durchgang nicht beenden können. Schon nach dem ersten Lauf hatte Odermatt die Führung innegehabt und diese im entscheidenden Durchgang erfolgreich behauptet. Für den 25-jährigen Schweizer stellt dieser Erfolg den ersten Weltmeistertitel dar, nachdem er bereits 2022 bei den Olympischen Spielen in Peking die Goldmedaille in seiner Spezialdisziplin errang und im selben Jahr den Gesamtweltcup für sich entscheiden konnte. Die Athleten der Schweiz feierten am Freitagabend, dem 17. Februar, einen beeindruckenden Doppelerfolg im Herren-Riesenslalom. Damit setzte sich nach den Erfolgen von Ted Ligety 2011 und Marcel Hirscher 2013 erneut ein Schweizer Sportler in dieser Disziplin als Weltmeister durch. Marko Pfeifer, der Cheftrainer der Herren-Mannschaft, äußerte sich gemischt über die Ergebnisse seiner Sportler. Im ORF-Interview erklärte der ÖSV-Trainer: „Marco Schwarz hatte sich zum Ziel gesetzt, bei dieser WM eine Medaille zu gewinnen. Mit der Bronze-Medaille im Riesenslalom hat er das in seiner Spezialdisziplin hervorragend gemeistert. Eine großartige Leistung! Bei Stefan ist es natürlich sehr enttäuschend; er war schon öfter sehr dicht dran. Er zeigte ebenfalls eine sehr gute Fahrt, aber die knappen 0,08 Sekunden sind äußerst ärgerlich.“ Schwarz zeigte sich selbst erleichtert über den Medaillengewinn. „Ich bin sehr stolz auf das, was ich geleistet habe. Ich habe es versucht, und es ist aufgegangen“, kommentierte Schwarz seinen Erfolg. Brennsteiner bemühte sich, die positiven Aspekte hervorzuheben. „Fahrerisch war es eine solide Performance. Es war meine beste Riesenslalom-Fahrt bei einer Weltmeisterschaft. Es tut natürlich weh, eine Medaille um lediglich 0,08 Sekunden zu verpassen, aber ich bin dennoch zufrieden“, resümierte Brennsteiner.