Bis zum Samstagmorgen steht Oberösterreich unter dem Einfluss heftiger Schneefälle. Vor allem das Salzkammergut sowie das Innere Mühlviertel sind davon stark betroffen. In diesen Regionen rechnet man mit 30 bis 50 Zentimetern Neuschnee, wobei im Salzkammergut lokal sogar bis zu 70 Zentimeter fallen könnten. Die Pyhrn-Eisenwurzenregion muss sich ebenfalls auf 20 bis 30 Zentimeter Schnee einstellen. Die erheblichen Schneemengen verursachen vielerorts Schwierigkeiten, insbesondere durch umstürzende Bäume infolge von Schneebruch. Eine Konsequenz daraus können auch Unterbrechungen der Stromversorgung sein. Die Exekutive rät dringend davon ab, unnötige Fahrten zu unternehmen, speziell in den stark betroffenen Gebieten. Fahrzeuglenker werden angehalten, ihre Geschwindigkeit anzupassen und genügend Sicherheitsabstand zu halten, selbst auf bereits geräumten Fahrbahnen. Die Landeswarnzentrale schließt sich den Warnungen an und empfiehlt, Fahrten zu verschieben. Sollte eine Fahrt unumgänglich sein, ist äußerste Vorsicht geboten, da jederzeit umgestürzte Bäume oder andere Hindernisse die Straße versperren könnten. Es wird dringend davon abgeraten, Wälder zu betreten, da Äste oder ganze Bäume durch die Schneelast jederzeit herabstürzen können. Die Polizei meldet bereits mehrere auf Straßen gestürzte Bäume, die örtliche Verkehrsbeeinträchtigungen verursacht haben. Ebenso sollte die Gefahr von Dachlawinen nicht unterschätzt werden. Einzelne Straßenabschnitte, darunter die Bundesstraße 145 zwischen Bad Ischl und St. Wolfgang sowie die Landesstraße 1402 über den Pötschenpass, mussten aufgrund der Schneemassen temporär gesperrt werden. Die zuständigen Straßenmeistereien sind unermüdlich im Einsatz, um die Verkehrswege zugänglich zu halten. Des Weiteren ist der öffentliche Busverkehr im Salzkammergut stark eingeschränkt. Seit Donnerstagnachmittag verzeichneten die Feuerwehren zahlreiche Ausrückungen, hauptsächlich aufgrund von umgestürzten Bäumen, aber auch wegen geringfügigerer Verkehrsunfälle. Ab Samstagnachmittag entspannt sich die Situation langsam, da die Schneefälle nachlassen. Darauf folgen sonnige, jedoch eiskalte Tage mit klaren Nächten, in denen die Temperaturen weit unter den Gefrierpunkt fallen werden.