Er war zweimaliger deutscher Meister und stand im Champions-League-Finale mit Borussia Dortmund. Aktuell spielt Neven Subotic (31) für Union Berlin, doch sein Privatvermögen nähert sich dem Ende. Der ehemalige Fußballprofi hat sein gesamtes Hab und Gut einer gemeinnützigen Stiftung gewidmet. Der serbische Innenverteidiger hat fast sein gesamtes angesammeltes Vermögen in seine „Neven Subotic Stiftung“ investiert, die sich dem Bau von Brunnen und sanitären Anlagen in Ostafrika widmet. Sein vorrangiges Ziel ist es, Menschen Zugang zu sauberem Wasser zu ermöglichen. Subotic äußerte sich gegenüber der „Sport Bild“, dass sein Vermögen „bald aufgebraucht“ sein werde. Bedauern verspürt er deswegen nicht, im Gegenteil: Er bezeichnet es als sein „Lebenswerk“. Obwohl er bei Union Berlin ein stattliches Gehalt bezieht, sieht sich Subotic selbst als „Millionär auf dem Papier“, da sein gesamtes Kapital in der Stiftung gebunden ist. Er spart nun, um sich eine Wohnung kaufen zu können. Seit ihrer Gründung im Jahr 2013 hat seine Stiftung bereits über 130 Brunnen und Sanitäranlagen realisiert und damit mehr als 200.000 Menschen mit sauberem Wasser versorgt. Die Idee zur Stiftung entstand während seiner Zeit beim BVB, als eine Reise nach Tansania ihn mit den erschütternden Lebensbedingungen konfrontierte. Besonders prägte ihn der Anblick von Kindern, die täglich stundenlange Wege zurücklegen mussten, um Wasser zu holen. Kurz darauf investierte er seine ersten 200.000 Euro in das Projekt. Subotic betont, dass es ihm um nachhaltige Veränderungen geht und nicht um schnelle, kurzfristige Hilfe. Die Finanzierung der Stiftung erfolgt durch Spenden sowie einen Großteil seiner eigenen Einnahmen. Er selbst führt ein bescheidenes Leben: Er fährt ein gebrauchtes Auto, fliegt Economy Class und verzichtet auf Luxusartikel. Für ihn ist Reichtum nicht das ultimative Ziel, und er ist überzeugt, dass man nicht viel braucht, um glücklich zu sein. Er plant, sein Engagement für die Stiftung auch nach dem Ende seiner aktiven Fußballkarriere fortzusetzen, und sein zukünftiges Einkommen soll ebenfalls in die Projekte fließen. Neven Subotic gilt aufgrund dieser Haltung als „Ausnahmespieler“ im Profifußball. Er unterstreicht, dass die Freude am Geben größer ist als die am Empfangen, und würde sich wünschen, dass mehr Sportler seinem Beispiel folgen.