Der nepalesische Premierminister Pushpa Kamal Dahal hat erneut eine wichtige Hürde genommen, indem er ein Vertrauensvotum im Parlament erfolgreich bestanden hat. Er erhielt die Zustimmung von 157 der insgesamt 275 Abgeordneten, womit er die erforderliche Mehrheit von 138 Stimmen deutlich übertraf. Dies ist bereits das dritte Mal, dass Dahal die Regierung des Himalaya-Staates anführt, einem Land, das sich durch seine Lage zwischen China und Indien auszeichnet. Seine aktuelle Koalitionsregierung setzt sich aus einem Bündnis von zehn verschiedenen Parteien zusammen, nachdem eine frühere Regierungskonstellation vor Kurzem gescheitert war. Vor Dahal liegen enorme Herausforderungen. Er steht vor der anspruchsvollen Aufgabe, die Wirtschaft des Landes wiederzubeleben und eine dringend benötigte politische Stabilität zu etablieren. Nepal ist seit dem Ende der Monarchie vor 17 Jahren von erheblicher politischer Instabilität geprägt; in dieser Zeit gab es dreizehn Regierungswechsel. Dahal, ein ehemaliger Anführer der maoistischen Rebellen, stand bereits in den Jahren 2008 bis 2009 sowie von 2016 bis 2017 an der Spitze der nepalesischen Regierung. Seine vorherige Koalition, bestehend aus der Kommunistischen Partei Nepals (UML) und der Nationalen Freien Partei (RSP), war im Februar auseinandergebrochen. Nepal zählt zu den ärmsten Nationen weltweit. Die Wirtschaft des Landes ist stark vom Tourismus sowie von den Geldsendungen nepalesischer Wanderarbeiter aus dem Ausland abhängig. Die aktuelle Regierung hat sich zum Ziel gesetzt, die öffentlichen Dienstleistungen zu verbessern und die Infrastruktur des Landes auszubauen.