Nach Ausschreitungen bei Dynamo gegen Hertha: Stellungnahmen von Sicherheitskräften und dem Fußballverband
Die Begegnung im DFB-Pokal zwischen Dynamo Dresden und Hertha BSC wurde von schweren Fan-Vorfällen überschattet. Gestern kam es im Stadion zu gewalttätigen Auseinandersetzungen, die nun Reaktionen bei den Behörden und dem Deutschen Fußball-Bund hervorrufen.
Schon vor Anpfiff zündeten Anhänger beider Vereine massiv Pyrotechnik. Während der Partie kam es zu Versuchen, den Innenraum zu stürmen, und zum Werfen von Gegenständen. Die Sicherheitskräfte mussten mehrfach eingreifen, um die Situation unter Kontrolle zu bringen, wobei es auch zum Einsatz von Wasserwerfern und Schlagstöcken kam. Es wurden erhebliche Sachschäden im Stadion verzeichnet.
Die Einsatzleitung der Polizei äußerte sich tief betroffen über die Gewaltexzesse. Ein Sprecher bestätigte mehrere Festnahmen und gab an, dass sowohl Einsatzkräfte als auch Zuschauer leichte Verletzungen erlitten hätten. Der materielle Schaden beläuft sich nach ersten Schätzungen auf eine hohe fünfstellige Summe. Man verurteilte die sinnlose Gewalt scharf.
Auch der Deutsche Fußball-Bund meldete sich zu Wort. Ein Vertreter des DFB bezeichnete die Szenen als inakzeptabel und kündigte eine umfassende Untersuchung der Geschehnisse an. Den beteiligten Vereinen drohen empfindliche Strafen, die von hohen Geldstrafen bis hin zu Spielen ohne Zuschauer reichen könnten. Der Verband betonte die Wichtigkeit eines friedlichen Miteinanders im Sport.
Die Verantwortlichen von Dynamo Dresden bedauerten die Vorkommnisse zutiefst und distanzierten sich ausdrücklich von den Randalierern. Man versprach, eng mit den Ermittlungsbehörden zusammenzuarbeiten, um die Täter zu identifizieren. Auch Hertha BSC drückte sein Bedauern aus und verurteilte die Gewalt.
Der Vorfall wirft erneut Fragen zur Sicherheit bei Fußballspielen auf und wird wohl eine Neubewertung der Fan-Konzepte nach sich ziehen müssen, um derartige Eskalationen in Zukunft zu verhindern und den Ruf des Fußballs nicht weiter zu schädigen.