Die Heilbäder und Kurorte Thüringens erweisen sich als bedeutende Säulen der regionalen Wirtschaft: Sie ziehen Besucher an, generieren Beschäftigung und fördern die lokale Wertschöpfung. Um diese Entwicklung nachhaltig zu sichern, unterstützt die Landesregierung die infrastrukturelle Weiterentwicklung dieser Standorte. Das Gesundheitsministerium informierte am Freitag, dass der Gesundheitstourismus im Freistaat jährlich einen Umsatz von etwa 1,2 Milliarden Euro generiert und mehr als 14.000 Arbeitsplätze bereitstellt. Durch die Kampagne „Gesundheitsland Thüringen“ soll die Wichtigkeit dieses Wirtschaftszweiges noch stärker hervorgehoben werden. Bis zum Jahr 2026 sind zusätzliche 10,7 Millionen Euro für die Infrastruktur der Kurorte eingeplant. Diese Mittel stammen aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW). Der Schwerpunkt der Investitionen liegt auf der öffentlichen Infrastruktur, darunter Parkanlagen, Wanderwege und spezielle therapeutische Gärten. Die Fördermittel kommen in diesem Jahr den Orten Bad Salzungen, Bad Blankenburg, Schleiz-Möschlitz, Heilbad Heiligenstadt, Bad Klosterlausnitz, Masserberg, Bad Langensalza und Oberhof zugute. Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke) betonte: „Diese Investitionen senden ein klares Signal an die Kurorte, dass wir die Aufenthaltsqualität sichern und ihre Wettbewerbsfähigkeit in einem zunehmend kompetitiven Umfeld stärken wollen.“ Sie ergänzte, die Kurorte spielten eine entscheidende Rolle für die lokale Daseinsvorsorge und leisteten einen wesentlichen Beitrag zur Gesundheitsfürsorge und Erholung der Bevölkerung. Werner führte weiter aus: „Ohne diese finanzielle Unterstützung könnten die erforderlichen Investitionen nicht realisiert und die Kurorte wären den zukünftigen Herausforderungen nicht gewachsen.“