Die Messe Berlin sah sich jüngst mit einer Welle der Kritik seitens der Alternative für Deutschland (AfD) konfrontiert, die eine spezifische Klausel in einem Mietvertrag für ihren Landesparteitag scharf verurteilte. Die Messegesellschaft wies die Vorwürfe der Diskriminierung jedoch entschieden zurück. Die Berliner AfD kritisierte eine im Mietvertrag enthaltene Bedingung, welche den Zugang für die Öffentlichkeit sowie die Presse zu ihrem Landesparteitag sicherstellen sollte. Diesen Passus deutete Alice Weidel, Co-Vorsitzende der AfD Berlin, als einen "beispiellosen Skandal" sowie als gezielten Sabotageversuch ihres Parteitages und drohte mit rechtlichen Konsequenzen. Die Messe Berlin stellte hingegen klar, dass die betreffende Vertragsklausel ein gängiger Bestandteil von Vereinbarungen für politisch heikle Veranstaltungen sei. Ihr Zweck sei es, die strikte Neutralität der Messe zu gewährleisten und jegliche Ausgrenzung zu unterbinden. Es wurde betont, dass diese Bedingung gleichermaßen für alle politischen Parteien gelte, darunter auch CDU, SPD und Bündnis 90/Die Grünen, die in der Vergangenheit ähnliche Verträge unterzeichneten. Die Messegesellschaft bekräftigte, keine Partei zu diskriminieren, und verwies darauf, der AfD bereits wiederholt Veranstaltungsorte bereitgestellt zu haben. Auch aus der Politik gab es Reaktionen: Dirk Behrendt (Bündnis 90/Die Grünen), Berlins Justizsenator und Vorsitzender des Aufsichtsrates der Messe Berlin, unterstützte die Klausel ausdrücklich. Er betonte, dass sie die Neutralität der Messe absichere und ein Ausschlussverfahren von Parteien verhindere. Behrendt erinnerte zudem an frühere Situationen, in denen die AfD versucht hatte, Pressevertreter von ihren Events fernzuhalten. Burkard Dregger, der Fraktionsvorsitzende der CDU, lobte die unparteiische Haltung der Messe und das Prinzip der Meinungsfreiheit. Antje Kapek, Fraktionsvorsitzende der Grünen, deutete die Empörung der AfD als eine kalkulierte Provokation. Trotz der anfänglichen Auseinandersetzung konnte der Landesparteitag der AfD schließlich wie geplant in den Räumlichkeiten der Messe Berlin stattfinden, ohne dass die kontrovers diskutierte Klausel weitere Komplikationen nach sich zog.