Mehr Sicherheit im Nahverkehr: Bayern setzt auf Informationsvideos
Die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) und das Verkehrsministerium des Freistaats Bayern starten eine Initiative, um Fahrgäste im öffentlichen Nahverkehr mittels kurzer Videoclips umfassend über Sicherheitsmaßnahmen zu informieren. Unter dem Slogan „Sicher unterwegs in der Bahn“ zielt die Aktion darauf ab, das Bewusstsein der Reisenden für sicheres Verhalten in Zügen und auf Bahnhofsanlagen deutlich zu erhöhen.
Wie die BEG am Mittwoch bekannt gab, werden diese informativen Videos ab sofort auf verschiedenen sozialen Medien wie Facebook, Instagram und YouTube sowie auf den Fahrgastmonitoren in den Zügen und an den Bahnhöfen selbst ausgestrahlt. Ziel dieser Kampagne ist es, durch die Erhöhung der Aufmerksamkeit unnötige Zwischenfälle und Unglücke, die durch Nachlässigkeit im Bereich von Bahnanlagen und an Bahnübergängen entstehen könnten, effektiv zu vermeiden.
Die visuellen Inhalte erläutern auf verständliche Weise, welche Vorsichtsmaßnahmen Fahrgäste ergreifen sollten – sei es beim Aufenthalt auf dem Bahnsteig, beim vorschriftsmäßigen Überqueren von Gleisen oder an Bahnübergängen. Des Weiteren wird detailliert dargestellt, wie im Ernstfall die Notbremse korrekt zu bedienen ist und welches Vorgehen in anderen Notfallsituationen angebracht ist.
Obwohl die Kampagne alle Nutzer des öffentlichen Nahverkehrs anspricht, liegt ein besonderer Fokus darauf, junge Menschen für das Thema zu gewinnen. Zu den wichtigen Kooperationspartnern dieser Initiative zählen unter anderem die Deutsche Bahn, die lokale Polizei, das Bayerische Rote Kreuz sowie die Bundespolizei.
Die Notwendigkeit dieser Kampagne ergibt sich insbesondere daraus, dass eine Vielzahl von Unfällen vermeidbar wäre, da sie häufig auf mangelnde Aufmerksamkeit, das Tragen von Kopfhörern oder die intensive Nutzung von Smartphones zurückzuführen sind. Gemäß Angaben der Bundespolizei ereigneten sich im Jahr 2022 in Bayern insgesamt 43 tödliche Unglücke im Bereich von Bahnübergängen und Gleisanlagen. Für das erste Halbjahr 2023 wurde eine Zahl von 23 tödlichen Vorfällen registriert.
Die Aktion soll folglich das Bewusstsein für die persönliche Eigenverantwortung stärken und den Fahrgästen eine größere Sicherheit im Umgang mit den Gegebenheiten im Bahnverkehr vermitteln. Zusätzlich zu den Videoclips stehen auch gedruckte Materialien wie Broschüren und Plakate zur Verfügung, die weiteres Wissen über sicheres Verhalten bereitstellen.