Am Samstagabend musste sich der FC Bayern München in der Bundesliga mit einem enttäuschenden 3:3-Unentschieden gegen den 1. FC Heidenheim zufriedengeben. Dieser Ausgang war umso ärgerlicher, da die Münchner zur Halbzeit noch souverän mit 2:0 in Führung lagen. Malik Tillman (21), der vom FC Bayern an PSV Eindhoven ausgeliehen ist und das Geschehen zweifellos verfolgte, äußerte sich äußerst kritisch zur Darbietung seiner Vereinskollegen. „Das war schlichtweg beschämend. Eine solche Vorstellung ist für einen Spieler und ein Team des FC Bayern inakzeptabel“, empörte sich Tillman, der bei PSV Eindhoven derzeit herausragende Leistungen zeigt. Seine Hauptkritik richtete sich gegen die mangelnde Fokussierung und die unprofessionelle Einstellung, die das Team nach dem komfortablen Vorsprung an den Tag legte. Tillman ergänzte: „In der zweiten Hälfte herrschte eine regelrechte Schlafwagen-Mentalität.“ Der Rekordmeister führte nach Toren von Harry Kane und Serge Gnabry zur Halbzeit mit 2:0. Doch im zweiten Durchgang gelang es Heidenheim, die Partie binnen weniger Minuten zu wenden. Kevin Sessa und Tim Kleindienst sorgten für den Ausgleich und die vorübergehende Führung der Heimmannschaft. Obwohl Leon Goretzka noch den Ausgleichstreffer erzielen konnte, ließ sich der letztendliche Punktverlust nicht mehr verhindern. Tillman, der in den Niederlanden eine beeindruckende Saison absolviert, hob hervor, dass solche Leistungen den hohen Standards des FC Bayern in keiner Weise gerecht werden. „Man überlässt dem Gegner die Treffer quasi geschenkt; das ist nicht die Art, wie der FC Bayern auftritt. Diese Punkte können sich am Ende als spielentscheidend erweisen.“ Mit diesem Unentschieden hat der FC Bayern im Titelrennen wichtige Zähler eingebüßt und konnte den Rückstand auf den Spitzenreiter Bayer Leverkusen, der am Sonntag auf Hoffenheim trifft, vorerst nicht verringern. Für Trainer Thomas Tuchel spitzt sich die Lage weiter zu, zumal das Viertelfinale der Champions League gegen Arsenal unmittelbar bevorsteht.