Luke Humphries triumphiert bei Darts-WM gegen Sensationsspieler Luke Littler
Im hochspannenden Finale der Darts-Weltmeisterschaft im Londoner Alexandra Palace hat Luke Humphries den Titel gegen den überragenden Newcomer Luke Littler erobert. Humphries, der sich am Mittwochabend gegen seinen jungen Landsmann mit 7:4 Sets durchsetzte, feiert damit seinen ersten Weltmeistertitel. Gleichzeitig steigt der Engländer an die Spitze der Weltrangliste auf.
Der 16-jährige Littler, der mit seiner sensationellen Leistung die Darts-Welt im Sturm eroberte, startete selbstbewusst in die Partie und ging zunächst in Führung (1:0, 2:1). Humphries, Spitzname „Cool Hand Luke“, bewies jedoch Nervenstärke und drehte das Match, indem er sich auf 2:2 herankämpfte und anschließend einen klaren Vorsprung auf 5:2 ausbaute. Trotz eines kurzen Aufbäumens von Littler zum 6:4, sicherte sich Humphries souverän den entscheidenden siebten Satz und damit den begehrten Weltmeisterpokal.
Für Luke Humphries ist dieser Erfolg die Krönung einer außergewöhnlichen Saison, in der er bereits den Grand Slam of Darts, die Players Championship Finals und den World Grand Prix gewinnen konnte. Der Weltmeister streicht ein Preisgeld von 500.000 Pfund (rund 580.000 Euro) ein, während der Vizeweltmeister Littler 200.000 Pfund (etwa 230.000 Euro) erhält.
Nach dem Finale zeigte sich Humphries emotional gerührt: „Ich kann meine Gefühle kaum in Worte fassen. Ich habe heute zwar gewonnen, aber dieser Junge wird die Welt des Darts beherrschen.“ Er würdigte Littlers Einfluss auf den Sport: „Ohne Littler würde Darts nicht in diesem Maße boomen.“ Littler selbst zeigte sich trotz der Niederlage zufrieden: „Er war herausragend, hat seine Möglichkeiten optimal genutzt. Er ist zweifellos der aktuell beste Spieler der Welt.“ Der junge Engländer freut sich zudem über seinen Aufstieg in die Top 32 der Weltrangliste.
Die Statistiken unterstreichen die Qualität des Finals: Humphries erreichte einen Average von 103,67 Punkten, Littler lag mit 101,13 Punkten nur knapp dahinter. Bei den 180ern hatte Humphries mit 23 zu 13 die Nase vorn, ebenso bei der Checkout-Quote (43,75 Prozent gegenüber 32,50 Prozent bei Littler).