Eine ambitionierte Initiative Londons, eine Flotte von Wasserstoff-Doppeldeckerbussen einzuführen, hat sich als kostspielige Fehlentscheidung erwiesen. Seit anderthalb Jahren, genauer gesagt seit Mitte 2022, stehen die 20 hochmodernen Busse, die für rund 12 Millionen Pfund angeschafft wurden, ungenutzt in Depots. Davon stammte die Hälfte der Finanzierung aus EU-Töpfen, mit dem Ziel, umweltfreundlichen öffentlichen Nahverkehr zu fördern. Die erste Lieferung dieser Brennstoffzellen-Busse des Herstellers Wrightbus erfolgte im Frühjahr 2021, und sie wurden im Mai desselben Jahres auf der Linie 7 zwischen East Acton und Oxford Circus in Betrieb genommen. Ursprünglich sollten sie die Emissionen in der britischen Hauptstadt drastisch senken und ein Vorzeigeprojekt für grüne Mobilität sein. Doch die anfängliche Euphorie hielt nicht lange an. Bereits kurz nach ihrer Einführung begannen die Probleme. Die Busse litten unter Leistungsdefiziten und waren außerordentlich reparaturanfällig. Hinzu kam ein gravierender Mangel an Ersatzteilen, was die Instandhaltung nahezu unmöglich machte. Dies führte dazu, dass die gesamte Flotte im Sommer 2022 stillgelegt werden musste und seither nicht mehr auf die Straße zurückgekehrt ist. Für die Betreibergesellschaft Metrolink, die die Fahrzeuge von Transport for London (TfL) mietet, bedeutet dies erhebliche finanzielle Einbußen. Sie müssen die täglichen Betriebskosten der stillstehenden Busse tragen, ohne entsprechende Einnahmen zu generieren. Sogar Londons Bürgermeister Sadiq Khan äußerte sich kritisch und bezeichnete die Wasserstoffbusse als "ungeeignet für ihren Zweck". Diese Situation wirft ein Schlaglicht auf die Herausforderungen bei der Implementierung neuer Technologien im Verkehrswesen. Während die Wasserstoff-Doppeldecker enttäuschten, setzen sich batterieelektrische Busse in London zunehmend durch. Sie erweisen sich als wesentlich zuverlässiger und effizienter im städtischen Einsatz. TfL hat inzwischen weitere 300 elektrische Busse bestellt, um seine Flotte bis 2030 komplett emissionsfrei zu gestalten. Der Fall der Londoner Wasserstoffbusse dient als mahnendes Beispiel und stellt die breitere Anwendbarkeit von Wasserstofftechnologien im öffentlichen Nahverkehr infrage, insbesondere im Vergleich zu den bewährten und immer leistungsfähigeren Elektrofahrzeugen.