Zur Einleitung der diesjährigen Leipziger Buchmesse wird am Mittwochabend ein außergewöhnlicher Lesemarathon veranstaltet, bei dem der renommierte Leipziger Autor Clemens Meyer im Mittelpunkt steht. Der 47-jährige Schriftsteller wird dabei bis zum Donnerstagmorgen in den Räumlichkeiten des Schauspiel Leipzig aus seinem jüngsten Werk „Als wir träumten“ vorlesen, wie die Organisatoren bekannt gaben. Aufgrund von Brandschutzauflagen ist die Teilnehmerzahl auf lediglich 100 Personen begrenzt. Die begehrten Eintrittskarten waren innerhalb von nur zwei Minuten restlos vergriffen. Die Besonderheit dieser Veranstaltung liegt darin, dass Meyer seinen etwa 600 Seiten umfassenden neuen Roman in voller Länge vortragen wird. Derartige Lesemarathons sind für Meyer kein Novum: Schon im Jahr 2006 präsentierte der Autor seinen damaligen Roman „Als wir träumten“ in einer 24-stündigen Lesung. Für seinen Roman „Im Stein“ im Jahr 2013 dehnte er diese Performance sogar auf 33 Stunden aus. Das Werk erzählt die Geschichte einer Gruppe junger Menschen in Leipzig während der Nachwendezeit. Es ist eine Erzählung über Drogenkonsum, Gewalt und die aufkeimende Technoszene, ebenso wie über die Suche nach der eigenen Identität. Der Roman wurde 2015 von Andreas Dresen verfilmt. Die Leipziger Buchmesse startet offiziell am Donnerstag und findet bis Sonntag, dem 21. bis 24. März, statt. Meyer selbst erblickte 1977 in Leipzig das Licht der Welt.