Lando Norris kritisiert Formel-1-Regeln scharf: „Wir haben keine Kontrolle mehr“
Lando Norris, der aktuell auf dem zweiten Platz der Formel-1-Fahrerwertung liegt, äußert sich erneut deutlich kritisch zu den gegenwärtigen Bestimmungen der Rennserie und der generellen Entwicklung der Fahrzeuge. Seine größte Sorge gilt der erschwerten Beherrschbarkeit der Boliden und dem schwindenden Einfluss, den das fahrerische Können unter den aktuellen Fahrzeugkonzepten noch hat.
„Wir haben keine Kontrolle. Sie sind einfach zu schwer und haben zu viel Abtrieb. Es macht keinen Spaß“, erklärte Norris frustriert. Er beklagt, dass die Rennwagen aufgrund ihres hohen Gewichts und der komplexen aerodynamischen Eigenschaften zunehmend schwieriger zu steuern seien. Dies führe dazu, dass die Piloten weniger Einfluss auf das Renngeschehen nehmen können und die individuelle Fahrkunst in den Hintergrund gedrängt wird.
Norris betonte, dass die gestiegene Schwierigkeit bei der Kontrolle der Fahrzeuge auch zu mehr Unfällen führe, was letztlich die Attraktivität des Sports mindere. Die Rennen würden dadurch nicht spannender, sondern in einem negativen Sinne unberechenbarer. Er beobachtet eine Tendenz, dass alle Fahrer gezwungen sind, einen ähnlichen Stil zu adaptieren, um das Maximum aus den überdimensionierten Autos herauszuholen.
Der McLaren-Fahrer zeigt sich enttäuscht darüber, dass die Anliegen der Fahrer von der FIA und der Formel-1-Leitung offensichtlich nicht ausreichend ernst genommen werden. Er setzt große Hoffnungen auf grundlegende Änderungen bei den für 2026 geplanten neuen Regeln, um die Fahrer wieder stärker in den Mittelpunkt zu rücken und das Fahren an sich wieder erfreulicher zu gestalten.