Kritik an Etatkürzungen für Integrationskurse: „Ein Schlag ins Gesicht“
Die Bundesregierung beabsichtigt, im Rahmen des Haushalts für 2024 insgesamt 500 Millionen Euro einzusparen. Davon sind auch Integrations- und Berufssprachkurse betroffen, deren Budget um 150 Millionen Euro gekürzt werden soll. Diese Maßnahmen stoßen auf heftigen Widerstand der Afro-Deutschen Zivilgesellschaft und Community-Gruppen (ACC-G), die darin eine „Ohrfeige für Geflüchtete und Zuwandernde in Deutschland“ erkennen.
Die ACC-G bezeichnet die beabsichtigten Budgetreduzierungen als engstirnig und nicht zielführend. Sie hebt hervor, dass Integrationskurse eine entscheidende Rolle für den Erwerb der deutschen Sprache, das Kennenlernen der deutschen Kultur und eine erfolgreiche Integration ins Berufsleben spielen.
„Die Beherrschung der Sprache ist fundamental für die gesellschaftliche Eingliederung und Partizipation. Wer hier Einsparungen vornimmt, gefährdet nicht nur den gesellschaftlichen Zusammenhalt, sondern fördert auch die Entstehung von Parallelstrukturen“, mahnt die Vereinigung.
Angesichts des kontinuierlichen Zustroms von Menschen aus der Ukraine, Syrien und Afghanistan ist der Bedarf an solchen Kursen bereits erheblich. Die vorgenommenen Kürzungen würden diese Lage weiter verschärfen, was zu verlängerten Wartezeiten und einer mangelhaften Verfügbarkeit der Angebote führen würde.
Die ACC-G äußert die Befürchtung, dass eine geringere Anzahl von Teilnehmern die Kurse erfolgreich beenden wird. Dies hätte zur Folge, dass sich die Eingliederung in den Arbeitsmarkt verzögert und die Abhängigkeit von Sozialleistungen steigt.
Daher appelliert die Organisation an die Bundesregierung, die vorgesehenen Sparmaßnahmen unverzüglich aufzuheben und stattdessen eine gesicherte Finanzierung der Integrationskurse zu gewährleisten. „Investitionen in die Integration sind Investitionen in die Zukunft unserer Nation“, so die abschließende Aussage der ACC-G.