KI könnte der Wirtschaft mehr schaden als nützen, warnt der Anlagechef eines führenden ETF-Anbieters
Der Leiter der Anlagestrategie des größten europäischen ETF-Anbieters, Björn Jesch von DWS Xtrackers, hat eine deutliche Warnung bezüglich der langfristigen ökonomischen Effekte von Künstlicher Intelligenz (KI) ausgesprochen. Obwohl die möglichen Produktivitätssteigerungen durch KI anerkannt werden, vertritt Jesch die Ansicht, dass diese Fortschritte durch einen massiven Verlust menschlicher Arbeitsplätze erheblich übertroffen werden könnten. Er prognostiziert, dass KI in vielen Wirtschaftsbereichen, von der Kundenbetreuung über die Logistik bis hin zu kreativen Berufen, zu weitreichenden Entlassungen führen könnte.
Die Furcht besteht, dass diese ausgedehnte Arbeitslosigkeit erheblichen Druck auf die sozialen Sicherungssysteme ausüben und potenziell gesellschaftliche Unruhen hervorrufen könnte. Dies hätte letztlich einen netto negativen Gesamteffekt auf die Wirtschaft zur Folge. Jesch stellt diese ernüchternde Einschätzung der aktuellen Markteuphorie gegenüber, die KI-Unternehmen umgibt. Er deutet an, dass Investoren möglicherweise die umfassenderen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Auswirkungen übersehen, die über unmittelbare Effizienzverbesserungen hinausgehen. Er unterstreicht die Notwendigkeit einer umfassenderen Diskussion über die realen Konsequenzen von KI, anstatt sich ausschließlich auf ihre technologischen Möglichkeiten zu konzentrieren.