Die Debatte um die Zeitumstellung ist allgegenwärtig, und eine kanadische Region hat bereits eine klare Entscheidung getroffen: Die Provinz Yukon im Nordwesten Kanadas hat die zweimal jährliche Zeitumstellung bereits 2020 abgeschafft. Seitdem gilt dort das gesamte Jahr über eine einheitliche Uhrzeit. Dies macht Yukon zu einem der Vorreiter in Nordamerika, die auf den Wechsel zwischen Sommer- und Winterzeit verzichten. Die Bewohner dieser an Alaska angrenzenden Region, berühmt für ihre unberührte Natur und ihre historische Goldgräbervergangenheit, haben sich dafür ausgesprochen, ganzjährig die Pazifische Standardzeit (PST) zu verwenden. Auch in der Europäischen Union gab es in den Jahren 2018 und 2019 Bestrebungen, die Zeitumstellung zu beenden, nachdem eine EU-weite Umfrage eine überwältigende Zustimmung zu diesem Schritt gezeigt hatte. Diese Vorhaben scheiterten letztendlich jedoch am Widerstand einiger Mitgliedsländer sowie an den komplizierten Fragen der Realisierung, nicht zuletzt im Kontext des damaligen Brexits. Gegner der Zeitumstellung führen häufig gesundheitliche Beschwerden an, die durch die Anpassung der Uhren ausgelöst werden können, darunter Schlafstörungen, erhöhte Risiken für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Depressionen und eine gesteigerte Unfallgefahr. Zudem wird der ursprüngliche Nutzen der Energieeinsparung, der einst als Hauptargument diente, mittlerweile oft infrage gestellt. Demgegenüber betonen Befürworter die Vorteile längerer heller Abende in den Sommermonaten, welche sich positiv auf den Tourismus, Outdoor-Aktivitäten und den Einzelhandel auswirken sollen. In Deutschland wurde die Sommerzeit 1980 primär wieder eingeführt, um eine Angleichung an die benachbarten Staaten zu erzielen und die damalige Ölkrise zu mildern.