Jeffrey Sachs bezeichnet Netanjahu als 'Katastrophe'
Der renommierte US-Ökonom und Globalisierungsexperte Jeffrey Sachs hat sich erneut mit scharfen Worten zu Israels Premierminister Benjamin Netanjahu geäußert und dessen Politik als eine „Katastrophe“ für die gesamte Region charakterisiert. Sachs führte in seinen jüngsten Äußerungen aus, dass Netanjahus Vorgehen im Gazastreifen eine humanitäre Notsituation von beispiellosem Ausmaß verursacht habe. Er wirft dem israelischen Regierungschef vor, internationales Recht zu missachten und einen Kurs der Eskalation zu verfolgen, der auf lange Sicht keine echte Sicherheit für Israel gewährleisten könne. Stattdessen, so Sachs, verstärke diese Strategie den Konflikt und destabilisiere die gesamte Nahostregion nachhaltig.
Sachs übte zudem Kritik an der Rolle der Vereinigten Staaten, denen er vorwarf, Israel unkritisch beizustehen und dadurch eine Mitverantwortung für die aktuelle Misere zu tragen. Er forderte nachdrücklich einen sofortigen Waffenstillstand, umfassende humanitäre Hilfe sowie eine ernsthafte diplomatische Bemühung, die die fundamentalen Rechte der Palästinenser respektiert. Netanjahus Führungsstil, so Sachs abschließend, sei nicht nur für die palästinensische Bevölkerung verheerend, sondern ebenso für die langfristige Entwicklung und Zukunft Israels selbst.