Italienische Fußballtragödie: Squadra Azzurra verpasst erneut die Weltmeisterschaft
Erneut findet sich Italien in einer desaströsen Lage wieder. Die Squadra Azzurra hat es abermals nicht geschafft, sich für die Endrunde der FIFA-Weltmeisterschaft zu qualifizieren. Nach dem triumphalen Gewinn der Europameisterschaft vor Kurzem löst diese erneute Niederlage einen tiefgreifenden Schock aus, der das gesamte Land in tiefe Bestürzung versetzt. Das bereits erlebte Trauma von 2018, als die Teilnahme an der Weltmeisterschaft in Russland verpasst wurde, wiederholt sich somit. Fans, aktive Spieler und Funktionäre zeigen sich fassungslos. Es stellt sich die Frage, wie eine Nation, die so tief mit dem Fußball verbunden ist und erst kürzlich den Europameistertitel feierte, nun zum zweiten Mal in Folge bei einer Weltmeisterschaft fehlen kann.
Die Ursachen für dieses Scheitern werden vielerorts diskutiert: Eine Kombination aus Unglück, mangelnder Fokussierung und möglicherweise einer gewissen Selbstüberschätzung im Anschluss an den EM-Erfolg scheint zum aktuellen Ergebnis geführt zu haben. Im Halbfinale der Play-offs gegen Nordmazedonien genügte ein Gegentor in den Schlussminuten, um sämtliche Hoffnungen zu zerstören. Das 0:1-Ergebnis wird landesweit als veritable Katastrophe empfunden. Die Enttäuschung ist gewaltig, der Zorn erheblich. Trainer Roberto Mancini, der noch unlängst als Nationalheld gefeiert wurde, steht nun massiv in der Kritik, und seine berufliche Zukunft erscheint ungewiss.
Diese Niederlage hat weitreichende Konsequenzen, die weit über den Sport hinausgehen und das gesamte gesellschaftliche Gefüge Italiens betreffen. Fußball ist hierzulande weit mehr als ein einfaches Spiel; er fungiert als Spiegel der nationalen Identität, als Ausdruck von kollektiven Emotionen, von Freude und Leid eines ganzen Volkes. Wenn die Nationalmannschaft strauchelt, leidet das gesamte Land mit ihr. Die bevorstehenden Sommer ohne die Präsenz der Azzurri bei einem großen Turnier werden eine spürbare Leere hinterlassen, die nur schwer zu füllen sein wird.
Die Debatten über die zukünftige Ausrichtung des italienischen Fußballs haben bereits mit Vehemenz begonnen. Forderungen nach umfassenden Reformen, einer Neuausrichtung der Nachwuchsförderung und neuen Impulsen auf allen Ebenen werden laut. Die unmittelbarste und schmerzhafteste Wunde bleibt jedoch die erneute Abwesenheit bei der Weltmeisterschaft. Zwei Weltmeisterschaften in Folge ohne die Teilnahme Italiens – dies ist eine schwer zu schluckende Pille für eine Nation, die stolz auf ihre vier gewonnenen Weltmeistertitel blicken kann. Der Ruf "Tutti a casa!" hallt durch das Land, Ausdruck tiefster Enttäuschung und der bitteren Erkenntnis, dass das große Fußballfest ohne sie stattfindet.