Der israelische Verteidigungsminister Yoav Gallant hat eine deutliche Botschaft an die Hisbollah gerichtet: Israel ist auf eine militärische Eskalation vorbereitet. Diese Erklärung erfolgte, nachdem Raketenangriffe aus dem Libanon, zu denen sich die Hisbollah bekannte, den Norden Israels getroffen hatten. Bei einem Besuch im israelischen Norden traf sich Gallant mit Streitkräften und hob das primäre Ziel hervor, die Sicherheit der dort lebenden Menschen zu gewährleisten. Er verdeutlichte, dass eine mögliche Einigung mit der Hisbollah lediglich eine "temporäre" Lösung darstellen würde, falls kein anhaltender militärischer Druck aufrechterhalten werde. Seit dem Überfall der Hamas am 7. Oktober ist die Situation an der Grenze zwischen Israel und dem Libanon äußerst angespannt, gekennzeichnet durch beinahe tägliche Feuergefechte zwischen der israelischen Armee und der Hisbollah. Parallel dazu führte Israel im Gazastreifen eine "gezielte Operation" in Rafah fort, während Organisationen der Vereinten Nationen eindringlich vor einer humanitären Katastrophe warnten. Die Hamas vermeldete überdies den Tod eines britisch-israelischen Geisels. US-Präsident Joe Biden bekräftigte in einem Gespräch mit Ministerpräsident Benjamin Netanjahu die Unterstützung der Vereinigten Staaten für Israel, warnte jedoch gleichzeitig vor einer umfassenden Militäroperation in Rafah ohne adäquate Schutzmaßnahmen für die Zivilbevölkerung. In diesem Kontext entsenden die USA Brett McGurk in die Region, um Deeskalationsbemühungen zu unterstützen, während CIA-Chef William Burns in Kairo an Verhandlungen über die Freilassung von Geiseln teilnimmt.