Israelischer Experte erwartet baldiges Kriegsende in Gaza
Ein prominenter israelischer Sicherheitsexperte prognostiziert ein nahes Ende des Krieges im Gazastreifen. Der frühere Chef des Nationalen Sicherheitsrats, Generalmajor a.D. Giora Eiland, äußerte in einem Gespräch die Ansicht, Israel habe seine militärischen Hauptziele in der laufenden Operation – die Zerstörung der militärischen Strukturen der Hamas sowie ihrer Kommandozentren – weitestgehend erreicht.
Eiland hob hervor, dass die Gefechte an Intensität verlieren und die Hamas erheblich in ihrer Fähigkeit, organisierte Angriffe zu starten oder umfangreiche Raketenangriffe auszuführen, eingeschränkt ist. Ein Großteil der Tunnel sei entweder vernichtet oder gesichert worden. Er merkte jedoch an, dass ein komplettes Erlöschen der Hamas als politische Organisation unwahrscheinlich sei.
Der Fachmann betonte, dass der internationale Druck, vor allem seitens der Vereinigten Staaten, auf Israel zugenommen habe, die Kampfhandlungen einzustellen und die humanitäre Versorgung zu verbessern. Dieser Druck stelle einen maßgeblichen Aspekt dar, der Israel dazu bewegen werde, die Phase der intensiven Bodenoffensiven demnächst abzuschließen.
Ein weiterer Punkt, den Eiland anführte, ist die Dringlichkeit, sich mit der Frage des „Tags danach“ auseinanderzusetzen. Ohne eine transparente politische Strategie für die künftige Verwaltung des Gazastreifens würden die militärischen Errungenschaften an Bedeutung verlieren. Er schlägt vor, Israel könnte sich auf eine Etappe konzentrieren, in der gezielte Einsätze gegen verbliebene Terrorzellen statt einer umfassenden Militärkampagne stattfinden.
Bezüglich der Geiselbefreiung bemerkte Eiland, dass allein militärischer Zwang möglicherweise nicht ausreicht und eine politische oder diplomatische Lösung notwendig sein könnte, um alle Verschleppten heimzuholen. Er äußerte die Erwartung, dass eine solche Wendung in den nächsten Wochen eintreten könnte, wodurch die Tür für ein zügiges Ende der umfassenden Kampfhandlungen geöffnet würde.