Der iranische Fußballverband hat scharfe Kritik an der FIFA geäußert und seine Teilnahme an der kommenden Weltmeisterschaft an mehrere Bedingungen geknüpft. Mirshad Majedi, der Interimspräsident des Verbandes, wirft dem Weltfußballverband vor, mit zweierlei Maß zu messen, insbesondere im Hinblick auf die Reaktion auf den Krieg in der Ukraine. Majedi bemängelt, dass die FIFA zwar schnell auf den Konflikt zwischen Russland und der Ukraine reagiert und Russland von internationalen Wettbewerben ausgeschlossen habe, jedoch in ähnlichen Situationen wie dem anhaltenden Krieg im Jemen oder der Lage in Afghanistan keine vergleichbaren Maßnahmen ergreife. Diese selektive Vorgehensweise sei moralisch nicht tragbar, so Majedi. Für eine Teilnahme Irans an der Weltmeisterschaft fordert der Verband von der FIFA eine klare Stellungnahme zu Israels Handlungen gegen die Palästinenser. Die FIFA solle diese Taten als Kriegsverbrechen verurteilen und Israel im Falle einer solchen Einschätzung von internationalen Wettbewerben ausschließen. Des Weiteren besteht der Iran darauf, dass die Vereinigten Staaten von Amerika ihre Sanktionen gegen den iranischen Fußballverband aufheben. Schließlich fordert Majedi eine „humanitäre und moralische Behandlung“ aller Länder und betont, dass diese nicht nur auf ausgewählte Nationen beschränkt sein dürfe.