Die iranische Fußball-Nationalmannschaft hat mit großer Entschiedenheit auf die Aussage von US-Präsident Donald Trump reagiert, wonach die Vereinigten Staaten die Beteiligung Irans an der Weltmeisterschaft 2022 in Katar blockieren könnten. Das Team erklärte energisch: "Niemand kann uns von der WM ausschließen!" Gemäß Berichten iranischer Medien betonte der kroatische Nationalcoach des Iran, Dragan Skocic, dass „Sport und Politik voneinander getrennt bleiben sollten“. Er fügte hinzu: „Die Zuständigkeit für die Teilnahme der iranischen Auswahl an der Weltmeisterschaft liegt einzig bei der FIFA und den entsprechenden internationalen Sportverbänden, nicht bei politischen Akteuren.“ Skocic unterstrich, dass sein Team sich die Qualifikation zur WM-Endrunde durch sportliche Leistung auf dem Platz redlich verdient habe. Auch der Team-Manager Hamid Estili stufte Trumps Bemerkung als „absurd“ ein. Er stellte klar: „Es sind die Vorschriften der FIFA und des Asiatischen Fußballverbandes AFC, die bindend sind und für alle gelten, nicht die persönlichen Vorstellungen eines Politikers.“ Estili bekräftigte ebenfalls, dass das iranische Team seine WM-Teilnahme auf sportlichem Wege erwerbe und nicht über politische Verbindungen. Er unterstellte Trump, lediglich provozieren zu wollen. Die Satzung des Fußball-Weltverbandes FIFA untersagt jegliche politische Einflussnahme im Fußballsport. In der Vergangenheit hat die FIFA bereits mehrfach Nationalverbände sanktioniert, etwa Kuwait oder Indonesien, wenn Politiker in deren operative Tätigkeiten eingegriffen hatten. Trumps Kommentar ist im Kontext der anhaltenden Spannungen zwischen Washington und Teheran zu verstehen. Die USA haben die iranische Wirtschaft aufgrund des Atomstreits mit umfassenden Sanktionen belegt. Im Januar dieses Jahres kam der hochrangige iranische General Qassem Soleimani bei einem Drohnenangriff der USA im Irak ums Leben. Zum Zeitpunkt der Berichterstattung belegte Iran in der zweiten Runde der asienweiten WM-Qualifikation lediglich den dritten Rang in der Gruppe C. Vor ihnen lagen der Irak und Bahrain, die jeweils zwei Partien mehr bestritten hatten. Das "Team Melli", wie die iranische Nationalmannschaft auch genannt wird, hatte zu diesem Zeitpunkt bereits zwei Niederlagen gegen den Irak und Bahrain hinnehmen müssen, was die Aussichten auf eine Qualifikation für die WM-Endrunde in Katar erschwerte. Vier Spiele waren zu diesem Zeitpunkt noch ausstehend. Der Iran hat in seiner Geschichte bislang fünfmal an Fußball-Weltmeisterschaften teilgenommen, nämlich in den Jahren 1978, 1998, 2006, 2014 und 2018.